Andreas Senn: Brauchen Guide Michelin für ganz Österreich

Andres Senn: Als Tourismusland vergeben wir eine riesige Chance

Andreas Senn und Christian Geisler: Wir brauchen den Guide Michelin für ganz Österreich Florian Mitterer

Der Guide Michelin 2022 ist erschienen und die Diskussion um eine österreichweite Bewertung wird wieder angefacht. 2-Sternekoch Andreas Senn sagt: Gerade im ländlichen Raum gibt es kulinarische Spitzenleistungen.

3 Sterne für Juan Amador, der Green Star für das TIAN, 6 Restaurants mit 2 Sternen, 10 mit einem Stern: Der Guide Michelin 2022 ist für Wien und Salzburg erschienen – und noch immer gibt es keine österreichweite Bewertung. Nun macht sich ausgerechnet ein Koch für einen österreichweiten Guide Michelin stark, dem es eigentlich egal sein könnte, weil er als Salzburger mit 2 Sternen ohnehin top bewertet ist. „Gerade in Österreich gibt es im ländlichen Raum herausragende kulinarische Spitzenleistungen. Diese bleiben dem internationalen Publikum verborgen. Das ist für den österreichischen Tourismus ein großer Nachteil“, sagt Andres Senn, der mit dem SENNS.Restaurant in Salzburg seit 2016 stets 2 Sterne erhält.

Seit 2009 entsendet der Guide Michelin seine Tester für Österreich ja „nur“ mehr in die Städte Wien und Salzburg. Eine Bewertung aller Bundesländer im Guide Michelin scheiterte zuletzt an öffentlichen Geldern, mit denen sich der berühmte Gourmetführer auch in anderen Ländern finanziert. Die Rede ist von 750.000 Euro jährlich für ganz Österreich, zwei Drittel davon müssten öffentlich finanziert werden. Senn: „Für das Tourismusland Österreich wäre dies von unschätzbaren Wert. Es ist eine vergebene Chance, wenn wir die einzigartige Küche unseres Landes nicht international vermarkten. Gerade in Zeiten wie diesen müssen wir solche Möglichkeiten nutzen.“

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