Appell einer Winzerin: Weinbau muss sich ändern

Appell einer Winzerin: Arbeit mit der Natur ist kein Trend, sondern unsere einzige Chance

Alexandra Monschein: Der Weinbau muss sich ändern. Alle sollten jetzt umdenken. Johannes Sommer

Am 23. April – also genau in jener Phase, in der viele Weinbäuerinnen und -bauern mit dem Frost kämpfen müssen – erreichte uns dieses Schreiben der steirischen Winzerin Alexandra Monschein. Es spricht uns aus der Seele und ist genau der Grund, warum wir uns als KALK&KEGEL für bio und biodynamische Weine einsetzen. Weil es nicht egal ist, wie wir mit uns und der Natur umgehen.

Hier das Schreiben im Wortlaut

Liebe Wein Genießer, Liebes Kalk&Kegel Team!

Unsere Entscheidung, den Weg in die Biodynamie einzuschlagen, diese Wahl wurde nicht aus Zufall getroffen, sondern aus der festen Überzeugung heraus, dass Veränderung im Weinbau dringend notwendig ist. Das Geschmacksbild von Wein und das Bewusstsein dürfen sich ändern, nicht jedem wird alles zusagen, nicht alles wird sofort verstanden aber das ist nun mal auch ein Teil der Entwicklung.

All jenen, die auch das Handeln dem Reden vorziehen denen möchten wir ehrlichen Wein einschenken.

Inspiriert von Gandhis Worten “Sei du die Veränderung, die du dir für diese Welt wünschst”, arbeiten wir im Einklang mit der Natur nach Demeter, trotz all der Herausforderungen, die uns diese Zeit stellt. Der Wein, den wir erzeugen, ist das Resultat dieser Zusammenarbeit. Leider wird Wein oft auf eine bloße Ware reduziert, die als selbstverständlich angesehen wird. Wein, ein Genussmittel, das immer verfügbar ist und das in vielen Qualitäten erhältlich ist.

Sprechen wir gerne über dieses viel verwendete Wort in der Weinwelt „Qualität“? Inwieweit wird der Ursprung der Traube, die vielen Möglichkeiten an Zusätzen in diese Bewertung von Qualitätswein einbezogen? Wie viele Eingriffe muss ein Wein durchlaufen, um in den verschiedenen Qualitätsstufen anerkannt und Emporgehoben zu werden? Und dann hat man doch gelernt der Preis definiert sich durch Qualität?

Reden wir über die Qualitäten biodynamischer Weine:

  • Echte, kontrollierte Nachhaltigkeit in der Bewirtschaftung der Weinberge
  • Ausgereifte Trauben die nicht nur aus Wasseranteilen bestehen
  • Keine Weinzusätze
  • Kein Entfernen von Inhaltsstoffen
  • Keine Filtration notwendig
  • Weine, die Zeit haben zu Reifen
  • Ausdauernd und reich an Lebendigkeit

Als Winzer tragen wir eine große Verantwortung für unsere Arbeit in den Weinbergen. Wir tragen auch die Verantwortung für den Wein in der Flasche, den die Genießer zu schätzen wissen, wenn sie die aufrichtige Qualität erkennen, die ohne Zusätze auskommt. Denn wo nichts hinzugefügt wurde, muss auch nichts herausgefiltert werden. Wir sind bereit den Preis dieser Entwicklung zu tragen und wir freuen uns über alle Weinliebhaber die diesen Wert erkennen.

An das Team von Kalk&Kegel: Wir schätzen euren Einsatz in der Welt des Naturweins. Helft uns dabei, den Naturwein nicht nur als hippen Trend abzustempeln, bei dem es nur um “trüb und orange” geht. Hier mischt sich gerade Team-Konventionell gekonnt mit ein um eines am Ende des Tages bestätigt zu wissen. „Das ist doch nur ein Trend mit diesen Naturweinen“. Es ist kein Trend. Es ist die einzige Chance.

Lasst uns gemeinsam die Anerkennung für visionären Winzer erreichen, die sich der Natur verbunden fühlen und viel Riskieren um Weine von außergewöhnlicher „Qualität“ erzeugen.

Vielen Dank

So sieht es nach dem Frost im Weingarten der Familie Monschein aus.

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