Ist das Wirtshaus noch zu retten? Start für ORF-Doku "Aufsperren statt Zusperren"

Ab 18. Februar 2026 mit Rachinger, Irka & Co.! Kira Schinko begibt sich in einer sechsteiligen Dokumentation auf eine moderne Spurensuche mit prägenden Persönlichkeiten aus der österreichischen Gastronomie - und einer klaren Mission.
Das Wirtshaus als Herz der Dorfgemeinschaft stirbt leise. Doch was passiert, wenn der wichtigste soziale Treffpunkt zusperrt? Wo trifft man sich, wenn er fehlt? Und wie kann man ihm neues Leben einhauchen? Diesen drängenden Fragen geht der ORF in einer neuen, sechsteiligen Doku-Serie auf den Grund. In „Aufsperren statt Zusperren – Ist das Wirtshaus noch zu retten?“ begibt sich die Moderatorin Kira Schinko wöchentlich auf eine Reise durch Österreich, um leerstehende Wirtshäuser zu finden und ihre Geschichten zu erzählen. Mit einer Mischung aus gesellschaftskritischem Blick und ansteckendem Optimismus zeigt sie auf, welches Potenzial in den zunehmend verwaisten Orten steckt.

In jeder Folge trifft Kira Schinko auf junge Gastronom:innen aus der Region, wie Philip Rachinger (Mühltalhof), Theresia Palmetzhofer (Zur Palme), Marie Rahofer-Reisetbauer und Felix Haiderer (Gasthof Rahofer), Josef und Elisabeth Floh (Der Floh in Langenlebarn), Harald Irka, Lisa Gasser und René Kollegger (Am Pfarrhof) sowie Yannik Steer, Johanna Maroušek und Elli Hackstein (Wirtshaus zum 3. Tage). Die Mission: Gemeinsam erkunden sie ein leerstehendes Gasthaus und erfahren im Gespräch mit ehemaligen Wirtsleuten und Stammgästen von dessen einstiger Bedeutung für das Leben im Ort. Die Serie zeigt auch, dass das Wirtshaus in Österreich kaum ohne Familienunternehmen funktioniert. Oft bestehen diese Häuser nur dort, wo jemand – meist Frauen – dauerhaft mehr leistet, als bezahlt wird. Der Spagat zwischen Arbeit, Betrieb, Behörden, Familie und Care-Arbeit wird immer schwieriger.

Der Höhepunkt jeder Episode: Für einen Tag wird das Wirtshaus wieder zum Leben erweckt. Mit Leichtigkeit und Humor zelebriert die Serie die Freude an hochwertigen Lebensmitteln und die Kraft der Gemeinschaft. Sie ist ein Plädoyer für die Erhaltung von realen Begegnungsorten als Gegenentwurf zur zunehmenden Spaltung der Gesellschaft, die oft durch Auseinandersetzungen in digitalen Räumen vorangetrieben wird. Mit Kira Schinko präsentiert der ORF dabei eine neue, unkonventionelle Gastgeberin. Die Linzerin bringt nicht nur als Moderatorin und Kommunikationsexpertin alle an einen Tisch, sondern auch als Initiatorin, Gastgeberin und Produzentin von Österreichs erster „Wirtshaus-Show“ im Rahmen der Kulturhauptstadt Salzkammergut 2024 eine fundierte Expertise für das Thema mit. Ihr Stil ist direkt, nahbar und verbindet popkulturelle Lässigkeit mit tiefgehendem Interesse an den Menschen.

ORF-Unterhaltungschef Martin Gastinger: „Das Wirtshaussterben hat eine enorme gesellschaftspolitische Relevanz, die weit über die Kulinarik hinausgeht. Mit ‚Aufsperren statt Zusperren‘ haben wir einen neuen Zugang gefunden, dieses Thema für ein breites Publikum aufzubereiten. Kira Schinko ist dafür die perfekte Besetzung. Sie bringt eine starke, weibliche Perspektive ein und schafft es, mit Leichtigkeit und Scharfsinn, Brücken zu bauen und Potenziale aufzuzeigen. Ein Format, das den öffentlich-rechtlichen Auftrag auf unterhaltsame und relevante
Weise erfüllt.“

Kira Schinko: „Das Wirtshaus ist so viel mehr als nur ein Ort zum Essen und Trinken. In einer Zeit der digitalen Blasen sind solche realen Begegnungsorte wichtiger denn je. Ich möchte zeigen, dass hinter den zugesperrten Türen nicht nur Nostalgie, sondern vor allem eine riesige Chance für die Zukunft steckt.“ Die Serie ist eine Co-Produktion des ORF mit der Produktionsfirma Jenseide, die mit Formaten wie „Fisch ahoi!“, „MuH! Milch und Honig“ sowie der Romy-prämierten Doku-Serie „Ochs im Glas“, die auch auf Netflix zu sehen ist, ihr Gespür für relevante Kulinarik-Themen unter Beweis gestellt hat. „Aufsperren statt Zusperren“ ist eine Liebeserklärung an Orte, die noch nicht aufgegeben haben. Sendezeit: Ab 18. Februar 2026, mittwochs, 22 Uhr auf ORF 1. Alle Folgen sind anschließend auf der Streaming-Plattform ORF ON verfügbar.
