Biodiversität im Weingarten

Die Konsumenten brauchen das Wissen

Es macht einen Unterschied aus, welche Weine wir heute oder in Zukunft trinken. Nämlich für uns alle, schreibt Andreas Harm in seinem Kommentar.

Als Weinbauern haben wir eine große Verantwortung – schon alleine deshalb, weil es die Natur ist, mit der wir arbeiten. Denn genau um diese Arbeit im Weingarten geht es. Vor zehn Jahren sind wir dafür noch ausgelacht worden, dass wir Biodiversität im Weingarten forcieren. Es ist auch heute noch der wichtigste Teil unserer Arbeit. Und zum Glück gibt es immer mehr, die verstehen, warum es wichtig ist. Das meiste passiert in der Weingartenbewirtschaftung.

Es ist uns wichtig, dass wir im Weingarten einen gesunden Organismus haben, der im Gleichgewicht seine Stärke findet und damit nicht nur für die Weinreben einen optimalen Lebensraum darstellt, sondern für alles, was hier lebt. Wir bekämpfen keine angeblichen Schädlinge, sondern unterstützen die Pflanzen und Tiere in ihrer Vielfalt.

Wer unsere Weine trinkt, der unterstützt auch diese Biodiversität. Wir alle wissen, dass man auch erfolgreich Wein machen kann, ohne auf die Natur zu achten – ja sogar gegen sie zu arbeiten. Aber am Ende wird damit unser aller Lebensraum zerstört. 

Das Wissen über diese Hintergründe muss den Konsumenten zumutbar sein. Denn die Entscheidung, welchen Wein man trinkt, ist auch eine Entscheidung in welcher Welt wir zukünftig leben wollen.