Jetzt anmelden zum 1. KALK&KEGEL Weinlese Bootcamp am 28. September im Traisental

Noch näher an den Wein kommt ihr nicht mehr heran. Vergesst das ganze technische Verkostungs-Blabla – wir bringen euch hautnah zur Lese in den Weingarten und Keller. Am 28. September im Traisental. Jetzt anmelden: Teilnahme und Shuttle kostenlos, Plätze limitiert.
Premiere für ein ganz neues Bootcamp-Format: KALK&KEGEL Weinlese! Ein Tag. Eine Region. Ein Jahrgang – live und in Echtzeit. Am 28. September wollen wir’s bei unserem Hands-on Bootcamp im Traisental ganz genau wissen: Wie entsteht Wein wirklich? Nicht theoretisch mit dem Verkostungsglas in der Hand, sondern direkt vor Ort in den Weingärten und Kellern. Dafür laden die Traisentaler Winzer:innen zum Mitmachen mitten in die Weinlese ein. Unter dem Motto „Time Travel“ erlebt ihr die Entstehung des Jahrgangs 2026 hautnah – von der Traube am Stock bis zum ersten Most und jungen Wein.

Gemeinsam geht es in den Weingarten zur Weinlese, anschließend werden die frisch geernteten Trauben direkt verarbeitet. Ihr verkostet den Most und bekommt so einen ersten Eindruck davon, wohin sich der neue Jahrgang entwickeln könnte. Je nach Entwicklungsstand stehen außerdem Sturm und möglicherweise bereits erste, noch staubige Jungweine zur Verkostung bereit. Dazu gibt es ein Best-of aktueller und gereifter Traisentaler Weine. Zum gemeinsamen Abschluss und Essen geht es ins Winzerhaus Hans Schöller.

Bei diesem Bootcamp geht es nicht nur ums Probieren, sondern vor allem ums Verstehen: Wie entscheidet der Winzer oder die Winzerin, wann gelesen wird? Was passiert mit den Trauben nach der Ernte? Welche Schritte bestimmen die spätere Stilistik eines Weines? Und wie verändern sich Most und Wein während der Gärung? Die Traisentaler Winzer:innen zeigen und erklären euch die einzelnen Schritte der Traubenvinifikation und Weinbereitung – genau dort, wo sie gerade passieren. Theorie trifft auf Praxis, Verkostung auf unmittelbare Erfahrung. Besser kann man einen Jahrgang kaum kennenlernen.

DAS 1. KALK&KEGEL WEINLESE BOOTCAMP IM TRAISENTAL
Mit dabei sind die führenden Weingüter des Traisentals.
DATUM: Montag, 28. September 2026
UHRZEIT: 9:30 Uhr bis ca. 19:00 Uhr
TREFFPUNKT: Weingut Tom Dockner, Traminerweg 3, 3134 Theyern
SHUTTLE: Abfahrt 8:30 Uhr von Wien Westbahnhof (Kiss&Ride), Rückfahrt ca. 19:00 Uhr
PREIS: Kostenlos – Anmeldung erforderlich, begrenzte Anzahl der Plätze
WER KANN SICH ANMELDEN: Alle Menschen, die am Gast mit Wein arbeiten oder im Weinverkauf tätig sind. Nur 30 Plätze!
ANMELDESCHLUSS: 13. September 2026. Bekanntgabe der Teilnehmer:innen: 14. September 2026.
Hier meldest du dich an:
Traisental: Beste Böden und innovative Winzer:innen

Der Weinbau hat im Traisental die Landschaft geprägt. Kleine Terrassenweingärten wechseln mit weiten Ebenen, in denen Obst und Gemüse gedeihen. Zwischen den sanften Weinhügeln liegen malerische Dörfer, deren Kirchturmspitzen aus dem Rebenmeer herausragen.
Das Traisental ist ein breites Flusstal mit geschichtsträchtigen Orten wie Traismauer und Herzogenburg und liegt am südlichen Ufer der Donau. Vis-à-vis befinden sich die Stadt Krems, die nördlich der Donau gelegenen Teile des Kremstales und das Weinbaugebiet Wagram. Die Flussebene ist dem Acker- und Obstbau vorbehalten, speziell den Apfelkulturen, während Weinbau auf den Hängen, die nach Westen zum Dunkelsteinerwald und nach Osten zum Venusberg sanft ansteigen, beheimatet ist. Am linken Ufer der Traisen, bei Nußdorf in Donaunähe, finden sich Weingärten auf breit angelegten Böschungsterrassen, die nach Süden hin bei Reichersdorf, Getzersdorf und Inzersdorf deutlich schmäler werden. In den vergangenen 25 Jahren legte die Rebfläche kontinuierlich zu: 7,71 % der Rebflächen sind mit Rebstöcken jünger als 3 Jahre bestockt – eine Ausnahme im Vergleich zu allen anderen österreichischen Weinbaugebieten.

Durch die einmalige Lage zwischen Donau und Voralpen steht das Traisental im Spannungsfeld unterschiedlicher klimatischer Einflüsse. Kaltluft drängt aus den Bergen vom Südwesten in die Weingärten, zudem sorgt Nordwind für kühle Nächte. Neben diesen Faktoren profitiert der Weinbau hier vor allem von den warmen Luftmassen aus der pannonischen Tiefebene. Sie strömen aus dem Osten entlang des Wagrams in das Traisental und erhöhen die durchschnittlichen Tagestemperaturen. So ergeben sich jene großen Tag-Nacht-Temperaturunterschiede, die für die Ausbildung der Aromen in den Trauben eine wichtige Rolle spielen. In teils sehr, sehr kleinen Terrassenanlagen wachsen die Rebstöcke inmitten der grünen Hügellandschaft auf einer Seehöhe zwischen 150 und 450 Metern. Je näher die Weingärten an der Donau liegen, die das Weinbaugebiet im Norden begrenzt, desto wärmer ist das Mesoklima. Im „warmen“ Norden wird daher auch bis zu einer Woche früher gelesen als im „kalten“ Süden, wo die Trauben oft noch bis Mitte November reifen dürfen. Inhomogene Mikroklimata innerhalb der drei Großlagen Wölblinger Urgestein, Parapluiberg und Venusberg eröffnen Spielraum für eigenständige Ausprägungen von Orts- und Riedenweinen. Bei den Windrichtungen gibt es im Traisental eine klare Verteilung: Es dominiert der kühle Wind aus Südwesten, der etwa 60 % der gemessenen Windstunden ausmacht.

Der Fluss Traisen ist Namensgeber, weil er die spezielle geologische Grundlage lieferte, die den sehr eigenständigen Stil der Traisentaler Weine prägt. In zwei Quellflüssen entspringt die Traisen etwa 60 Kilometer südlich von Herzogenburg in den Kalkalpen auf einer Seehöhe von ca. 1.400 Metern. Sie fließt nach Norden, mündet kurz nach der Stadt Traismauer auf einer Seehöhe von 180 Metern in die Donau und transportiert reichlich Gesteinsmaterial aus den Bergen heran. Der Sand und die Gerölle der Schotter sind vorwiegend aus Kalk. Über Jahrmillionen haben sie sich zu einem kalkig verkitteten Konglomerat verfestigt, das sich am westlichen Traisentalhang als Rückgrat von Süden nach Norden durch das Weinbaugebiet zieht. Daneben wurden unterschiedlichste Schichten abgelagert: Ton, Schluff, Mergel, Sand, Sandstein und oft auch Löss, mehr oder weniger dick. Alle diese Komponenten tragen zum intensiv mineralischen Ausdruck der Traisentaler Weine bei – zu erschmecken in präzisen, fokussierten, feinziselierten Aromen. Der Kalkeinfluss führt zu einer geschmeidigen, doch straff stützenden Struktur der Weine, die sich zwar vielleicht etwas langsamer entwickeln, doch dafür äußerst langlebig sind.
