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Carnuntum Bootcamp am 17. Juni: Village Hopping, Länderspiel & Private Viewing

Mit dabei beim Carnuntum Bootcamp: KALK&KEGEL Sommelier Johann Artner!

JETZT ANMELDEN: Am 17. Juni macht das KALK&KEGEL Bootcamp in Carnuntum Station! Kostenlose Teilnahme, kostenloser Shuttle, begrenzte Plätze. Plus: EM-Kracher Österreich vs. Frankreich live mit den Winzer:innen.

Das gab es noch nie bei einem KALK&KEGEL Bootcamp: ein gemeinsames Private Viewing des EM-Krachers Österreich gegen Frankreich live mit den Carnuntum-Winzer:innen! Jetzt heißt es SCHNELL ANMELDEN, denn die Plätze sind begrenzt! Euch erwartet ein spannendes Programm wie immer mit geballtem Know-how. Dieses Mal zu einer der aufstrebendsten Weinregionen Österreichs – dem Carnuntum. Mit dabei ist KALK&KEGEL Sommelier Johann Artner, der euch bei einem Boost Workshop zu „Lagen und Potentiale“ den letzten Schliff geben wird. Natürlich sind wir auch wieder in den Weingärten unterwegs. Am Nachmittag steigt als Warm-Up zum EM-Hit eine spannende Gegenüberstellung der „Franzosen in Carnuntum“.

Tolle Location für das Bootcamp: Franz von Grün!

Offizielles Ende ist um 19 Uhr. Für jene, die mit den Winzer:innen gemeinsam ab 21 Uhr das Private Viewing des EM-Spiels Österreich verfolgen wollen (Begleitung Wein und regionales Bier), wartet zuerst ein 90-Minuten-Dinner im „Franz von Grün“ und danach hoffentlich ein legendäres Fußballspiel. Gerne senden wir euch Übernachtungsmöglichkeiten zu (HIER schon mal ein Überblick)

KALK&KEGEL Carnuntum Bootcamp
WANN: Montag, 17. Juni 2024
UHRZEIT: 9:30 Uhr bis 19 Uhr (im Anschluss EM Public Viewing)
START: Franz von Grün, Kellergasse 71, 2464 Arbesthal
SHUTTLE ab Wien: kostenloser Shuttle ab Wien Westbahnhof (Kiss&Ride, Abfahrt 8:30 Uhr), Rückfahrt 19 Uhr
PREIS: Kostenlos – Anmeldung erforderlich, begrenzte Anzahl der Plätze. Anmeldung bis 31. Mai 2024, Bekanntgabe Teilnehmer:innen am 1. Juni 2024.
PROGRAMM: Village-Hopping, Ortsweinverkostungen, Pairing Boost (Fisch, Veggy, Wild), Boost Workshop mit Johann Artner und allen 36 Carnuntum-Winzer:innen (Lagen und Potentiale), Warm-Up „Die Franzosen in Carnuntum“.
PRIVATE VIEWING mit den Winzer:innen: Ab 19 Uhr: 90-Minuten-Dinner. Ab 21 Uhr: Private Viewing Österreich vs. Frankreich
WER: Alle Menschen, die am Gast mit Wein arbeiten. Aus allen Anmeldungen wählen wir 20 Wildcards, die automatisch beim Kellerhopping mit dabei sind. Zusätzlich werden 5 Wildcards vergeben an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus der Gastro, die sich in Ausbildung (Lehre bzw. Schule) befinden.
ANMELDUNGEN: bis 31. Mai 2024

CARNUNTUM Glaspartner: Sophienwald

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    Kostenloser Shuttle ab Wien (Abfahrt 8:30 Uhr Westbahnhof/Kiss&Ride, Rückfahrt 19 Uhr) Ich reise direkt an JA, ich bin auch beim Private Viewing mit dabei (19:30 Uhr: 90-Minuten Dinner, ab 21 Uhr: Public Viewing JA, ich bewerbe mich für die Nachwuchs-Wildcard. Gilt für MitarbeiterInnen in Ausbildung (Lehre bzw. Schule)
    Hier meldest du dich für das Bootcamp an. Mit der Übermittlung dieses Formulars gibst du deine Zustimmung für die Verarbeitung der personenbezogenen Daten - gemäß der Datenschutzbedingungen und lt. aktueller DSGVO - zur Bearbeitung der Anfrage. Selbstverständlich werden die Daten nicht an Dritte weitergegeben. SCHÖN, DASS DU DABEI BIST!

     

    Carnuntum: Geheimtipp mit großer Zukunft

    Die 36 Winzer:innen in Carnuntum. Steve Haider

    Carnuntum aus Sicht des Master Sommeliers Alexander Koblinger. Im Genießerhotel Döllerer im Salzburger Golling sorgt er für eine der besten Wein-Performances Europas. Dabei immer wieder im Fokus: Weine aus Carnuntum.

    Ich mache das immer wieder einmal: Ich suche mir einen möglichst schönen Aussichtspunkt, von dem ich einen guten Überblick über die Weinregion habe. Da gehe ich dann hinauf. Ganz alleine. Ohne Winzerin oder Winzer im Schlepptau. Ich kann mich noch genau erinnern, als ich das erste Mal oben am Spitzerberg stand. Ein erhebendes Gefühl. Die rund 320 Meter Seehöhe sind der höchste Punkt des Gebiets. Am Südhang blickst du hinab in die Weite des Gebiets. Es ist warm dort, aber trotzdem wirkt es kühl. Die Blaufränkisch-Rieden, die hier stehen, zählen übrigens zu den besten des Landes. Für die bemerkenswerte Qualität sorgen die ständigen thermischen Aufwinde, die maßgeblich für die außerordentlichen klimatischen Bedingungen im Carnuntum verantwortlich sind. Alles wirkt sehr entspannt und ruhig – eine ganz besondere Region.

    Alex Koblinger: Für mich als Sommelier ist das eine der aktuell spannendsten Weinregionen Österreichs. Selina Flasch Photography

    Genau dieses Gefühl vermitteln alle Weine aus Carnuntum. Es sind Weine, die in sich ruhen, gemacht mit feiner Klinge, einer hohen Eleganz und seidigen Tanninen – ganz bewusst keine Blockbuster-Weine. Noch haben Carnuntum wenige am Schirm. Die Betonung liegt auf „noch“. Denn die Entwicklung, die diese kleine Weinregion mit ihren 906 Hektar in den vergangenen Jahren gemacht hat, ist mega. Für mich als Sommelier sind genau solche Weinregionen die spannendsten. Hier gibt es vieles zu entdecken. So können wir unseren Gästen Neues präsentieren. Und mit Weinen aus Carnuntum hast du jetzt schon die Sicherheit, dass hier ausgezeichnet gearbeitet wird.

    Die 36 Winzerinnen und Winzer, die sich im Verein „Rubin Carnuntum“ zusammengetan haben, konnten in den vergangenen Jahren eine Dynamik entwickeln, die beachtlich ist. Sie sind ein Beweis dafür, dass man gemeinsam einfach mehr erreicht, als wenn man nur einzeln „kämpft“. Wenn wir in der Sommelerie heute „Carnuntum“ hören, dann haben wir ein klares Bild und eine klare Charakteristik vor Augen – trotz aller Individualität, die die Winzerinnen und Winzer auszeichnet. Die Carnuntum Weine haben Struktur, Reife und Tiefe, das Terroir steht im Vordergrund – all das finde ich genial. Im Carnuntum wurde schon früh ein fortschrittlicher Weg eingeschlagen: niedriger Alkohol und auch der Holzeinsatz geht weg vom herkömmlichen Geschmacksgeber hin zum Strukturunterstützer. Genau das ist die Zukunft. Im Carnuntum wurde dazu sehr intensiv an der Erforschung der Böden gearbeitet. Was ich sehr schätze: Das Gebiet war nie laut in der Kommunikation. Sie wollen und sollen entdeckt werden. Jede Sommelière und jeder Sommelier muss das am Schirm haben.

    Drei Gebiete

    Insgesamt erstreckt sich Carnuntum ja über drei Gebiete: das Leithagebirge, das Arbesthaler Hügelland sowie die Hundsheimer Berge. Am Leithagebirge haben wir lehmige, schottrige Böden mit hohem Kalkgehalt. Aus dieser Gegend kommen besonders frische und fruchtbetonte Weine. Das Abesthaler Hügelland ist in den höheren Teilen der Hänge von Schotter geprägt, während der Boden in den tieferen Lagen immer mehr Lehmanteile aufweist. Mehr als 2000 Stunden scheint die Sonne hier im Jahr, so viel wie fast nirgendwo sonst in Europa. Die warme Luft aus dem Becken des Neusiedlersees sowie die frisch-würzigen Luftmassen von der nördlich fließenden Donau sowie aus dem Ellender Wald ergeben ideale Voraussetzungen für gut ausreifende, aromatische Trauben, die warme und seidige Rotweine hervorbringen. Die Hundsheimer Berge wiederum gehören geologisch bereits zu den Kleinen Karparten. Der Boden besteht aus Glimmerschiefer und Granitgleis, teilweise auf Kalk gebaut. Die karge Bodenstruktur und die weitaus geringeren Niederschläge als in den beiden anderen Carnuntum Weinbaugebieten machen die Hundsheimer Berge zum „spätesten“ Gebiet im Carnuntum. Hier werden traditionell frühreife Sorten gepflegt.

    Carnuntum Höflein. Robert Herbst

    Wenn es um Carnuntum geht, muss man natürlich Blaufränkisch erwähnen. Die wunderbar elegante Blaufränkisch-Stilistik der Region erfreut sich einer immer größer werdenden Anhängerschaft. Lasst uns aber heute über Zweigelt sprechen: Dieser hat mit einer Anbaufläche von 235 Hektar den größten Anteil. Gefolgt übrigens von Grünen Veltliner (180 Hektar) und Blaufränkisch (83 Hektar). Etwa 120 Hektar Zweigelt werden im Carnuntum inzwischen reinsortig abgefüllt. Genial! Wir in der Sommelerie unterschätzen Zweigelt ja schon lange nicht mehr. Wenn man diese Rebsorte richtig angreift, ist das super spannend und gerade für Essensbegleitung ideal. Im Carnuntum hat man 2006 sogar eine eigene Arbeitsgruppe gegründet, die mit wissenschaftlicher Genauigkeit herausarbeitet, in welchen Lagen, in welchem Rebalter und bei welchen Vinifikationsmethoden der beste Zweigelt entstehen könnte. Grundsätzlich kann gesagt werden: je karger der Boden, desto karger der Wein; je nährstoffreicher, desto üppiger.

    Genau deshalb fühlt sich der Zweigelt bei der Vielfalt an Böden im Carnuntum ja so wohl. Auf den kargeren Schotterböden wirkt der Zweigelt straffer, präziser, nicht so saftig, aber dafür umso mineralischer am Gaumen. Auf den Löss- und Lehmböden entwickelt der Zweigelt eine weichere, wärmere Struktur mit saftiger, dunkler Beerenfrucht in Kombination mit einer spannenden Würze im Abgang. Die warmen sandigen Böden hingegen wirken sich üppiger aus und die Frische geht verloren. Der Kalk im Unterboden ist verantwortlich für Frische, Struktur und Eleganz. Auch der Tongehalt im Boden ist für die Struktur und Säure führend. Dies gibt dem Lagerpotenzial einen kräftigen Aufschwung.Carnuntum zeigt auch uns in der Sommelerie ganz klar, wie rasch sich ein Weingebiet entwickeln kann und dass wir immer dran bleiben müssen beim Verkosten, um uns eine gute Meinung zu bilden ohne Scheuklappen-Denken. Am besten erlebt man die Weine aber noch immer dort, wo sie gemacht werden. Bei den Winzerinnen und Winzern und in ihren Kellern. Ein Besuch im Carnuntum ist für alle aus unserer Branche mehr als eine Empfehlung. Denn auf den Weinkarten haben sie ja schon lange ihren verdienten Fixplatz.

    www.carnuntum.at

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