Die Sommelerie hat eine riesige Verantwortung

Die Sommelerie hat eine riesige Verantwortung

Große Marken auf den Weinkarten interessieren mich überhaupt nicht mehr, sagt Andreas Harm. Er macht lieber neue Entdeckungen oder lässt sich etwas vom Sommelier empfehlen.


Flasche oder glasweise Begleitung?
Glasweise Begleitung, ich will ja wissen, was sich der Sommelier überlegt hat und neue Weine kennenlernen.

Eine spannende Weinkarte ist…?
Was sie jedenfalls nicht sein soll, das ist üppig. Da verliere ich schnell den Überblick. Sie soll einen hohen Anteil an biologischen und biodynamischen Weinen haben und bestenfalls sind welche darunter, die ich gar nicht kenne. Große Namen und Marken interessieren mich nicht mehr.

Ein guter Sommelier kann…?
Die Sommelerie hat in meinen Augen eine riesige Verantwortung. Ein guter Sommelier kennt nicht nur die Weine, die er präsentiert, sondern er kennt auch den Winzer dazu. Auch die Zusammenarbeit mit dem Koch ist eine wichtige. Da gehört ein hohes Maß an Sensibilität dazu, was das Zusammenspiel von Essen und Wein betrifft. 

Deine Erinnerung an ein Perfect Match?
Im Lamaccotte in Nantes bekamen wir zu einem Gericht mit geräucherter Entenbrust, Auberginenpürree und Kirsche einen Wein aus dem Château de Fosse-Sèche. Das blieb in Erinnerung.

Über diese Winzer freust du dich besonders, wenn du ihren Namen in der Weinkarte entdeckst…?
Ich mag die Weine von Matthias Hager oder auch vom Bioweingut Moritz und natürlich jene von Fritz Wieninger.

Wenn nicht Wein, welches Getränk dann?
Bier und zwar das Hadmar Bio-Bier vom Weitra Bräu – malzig, hefig und es hat eine wunderschöne Struktur.

Schnaps oder Espresso zum Abschluss?
Schnaps, gerne Fassgereiftes wie Rum oder Whisky.