Sie sind die Falstaff Winzer des Jahres

Ebner-Ebenauer: Es war ein harter Weg

Hoch hinaus: Marion und Manfred Ebner-Ebenauer stellen ihr Weingut aktuell auf biodynamischen Anbau um. Raffaela Pröll

Das Magazin Falstaff kürte Marion und Manfred Ebner-Ebenauer zu den „Winzern des Jahres“. Ihre Weine sind weltweit begehrt, in Österreich aber Geheimtipps.

Ihre Schaumweine zählen weltweit zu den Besten, die Weine sind international begehrt und das Bio-Weingut selbst ist derzeit in Umstellung auf biodynamischen Anbau: Nun krönte der Falstaff die Arbeit von Marion und Manfred Ebner-Ebenauer mit dem Titel „Winzer des Jahres“. „Eine traditionsbewusste Machart, internationale Fachkenntnis sowie der einzigartige Geschmack machen das Weingut Ebner-Ebenauer zu einer der besten Adressen in Österreich“, kommentiert Falstaff-Herausgeber Wolfgang M. Rosam die Entscheidung.

„Es war ein langer und auch harten Weg“, sagt Marion Ebner-Ebenauer. Marion und Manfred besuchten die Weinbauschule Krems, verliebten sich, übernahmen 2007 das Weingut in Poysdorf. Sie, Wirtshauskind aus Wien, zuvor Gastro-Leiterin bei WEIN&CO, er, 14. Generation einer Winzerfamilie, studierte zunächst noch BWL. „Tu dir die viele harte Arbeit nicht an“, war der gut gemeinte Rat der Mutter. 2007 haben sie mit null Kunden aber großem Enthusiasmus begonnen.

Das große Potential des Weinguts war uns von Anfang an bewusst, sagen die beiden Winzer. Raffaela Pröll

„Wir haben die Literware sofort eingestellt, haben Bodenproben gezogen, Stärken und Schwächen analysiert, alles umgeworfen, neu organisiert, auf bio umgestellt. Wir wussten: Mit diesen Lagen und den alten Reben geht einiges. Wir wollten 100 Prozent guten Stoff. Und beim Sekt eine Prestige-Champagner-Qualität.“ 

Kalkanteil

Freilich, das Potential war hier immer schon vorhanden, gilt das Weinviertel doch als bewährtes Reservoir der Grundweine bekannter österreichischer Sektproduzenten. Die Rebanlagen der Familie – großteils zwischen 30 und 70 Jahre alt – wurzeln tief rund um Poysdorf, verstreut in alle Himmelsrichtungen. Der hohe Kalkanteil im Untergrund sorgt für eine frische Salzigkeit, die das gesamte Sortiment prägt. Das klare, kühle Klima bringt Spannung in Traube und Wein.

Herausragend ist der Blanc des Blancs Zero Dosage.

Der Sortenspiegel wird bei Ebner-Ebenauer größtenteils vom Grünen Veltliner dominiert. Hinzu kommen Riesling, Riesling Alte Reben, Chardonnay und Weißburgunder Alte Reben. Der Roséwein „Rosa Kalk“ und die Rotweine Pinot Noir, Zweigelt und St. Laurent runden das vielfältige Angebot ab. Und auch der Sekt „Blanc de Blancs Zero Dosage“ aus dem Hause Ebner-Ebenauer zählt längst zur absoluten Spitzenriege seiner Art. Gekeltert aus Chardonnay und für mindestens sieben Jahre auf der Hefe gereift, wird der Grundwein zwei Jahre im Holzfass ausgebaut – ganz nach französischem Vorbild. Da dürfte es nur wenig verwundern, dass der Sekt heiß begehrt ist und die Nachfrage das Angebot mittlerweile weit übersteigt. Lediglich 2000 Flaschen wird es von der Großen Reserve des Jahrgangs 2015 geben.

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