Hirsch: Warum reifer Riesling jede Weinkarte bereichert

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Hirsch: Warum reifer Riesling jede Weinkarte bereichert

Ein fein gereifter Riesling mit Spannung flasht wie kein anderer Wein, weiß Johannes Hirsch und findet, dass man dieses Geschmackserlebnis Gästen unbedingt zugänglich machen sollte.

Warum ist reifer Riesling auf Weinkarten und in Weinbegleitungen noch immer keine Selbstverständlichkeit? Das Potential dieser Weine gehört für mich zu den größten Geheimnissen in der Welt des Weins. Ein reifer Riesling ist ein Geschenk. Zum Schnitzel im Steirereck hatte ich kürzlich einen 20 Jahre alten Ortswein im Glas und bei einer Verkostung im Reznicek einen 2015er Gaisberg zum Kalbsrücken und einen 2017er Heiligenstein zum Reh mit Bandnudeln. Die Liste der Speisen, zu denen gut gelagerte, reife Rieslinge passen, ist endlos. Und ich sage das nicht, weil ich sie selbst produziere, sondern mit höchstem Respekt und Anerkennung vor allen Winzerkolleg:innen, die dieses Thema vorantreiben.

Lage zum Vorschein

Es geht dabei um gesunde Trauben und reife Säure. Nach 20 Minuten in der Karaffe gehen diese Weine auf; dann kommt die Lage zum Vorschein und es zeigen sich Anklänge von Safran und Bienenwachs. Nicht auszudenken, welches Potential wir verschenken, wenn wir reifen Rieslingen die Zeit an der Luft verwehren. Darum lasst uns den Gästen die Augen dafür öffnen. Wenn uns das gelingt, dann ergeben sich für uns alle unglaublich delikate Möglichkeiten.

*Aufgezeichnet von Sonja Planeta

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