Gastgeber:innen brauchen eine irre Menschenkenntnis

Gastgeber:innen brauchen eine irre Menschenkenntnis

In unserer Interviewserie „Winzer zu Gast“ verrät Georg Schmelzer seine Lieblingslokale von Gols bis New York.

Flasche oder glasweise Begleitung?
GEORG SCHMELZER: Glasweise, denn nur so kann ich vieles Neues probieren und meine Neugierde stillen.

Eine spannende Weinkarte hat…?
GEORG SCHMELZER: … eine Vielfalt an unterschiedlichen Weinen. Natürlich bevorzuge ich Naturweine. Aber auch da braucht es die bekannten Namen neben den noch unbekannten. Die Jahrgangstiefe ist wichtig. Und natürlich liebe ich es, wenn ich Weine und Winzer entdecke, die ich selbst noch nicht gekannt habe.

Ein guter Sommelier kann…?
GEORG SCHMELZER: … sich auf sein Gegenüber einstellen und hineinfühlen. Ja, Fachwissen ist wichtig – aber die ganz großen Gastgeberinnen und Gastgeber sind Storyteller mit einer irren Menschenkenntnis. Aus Gastronomensicht sind das die Top-Seller im Betrieb.

Eine spannende Weinkarte in Österreich hat…?
GEORG SCHMELZER: Neben den ohnehin bekannten Namen nenne ich nun mal den Heimlichwirt in Gols und das Bruder in Wien.

Und international…?
GEORG SCHMELZER: Das „The Ten Bells“ in New York!

Was muss sich ändern in der Gastro?
GEORG SCHMELZER:
Die wenigsten Servicekräfte bekommen in ihrem Job genügend Freiraum, um Produzenten vor Ort zu besuchen und sich ein eigenen Bild von deren Arbeit zu machen. Der Gast verlässt sich also auf das Hören-Sagen. Die Chefs sind hier gefordert zu investieren – diese Investition wird sich bezahlt machen.

Wenn nicht Wein, welches Getränk dann?
GEORG SCHMELZER: Leitungswasser.

Schnaps oder Espresso zum Abschluss?
GEORG SCHMELZER: Espresso.