Das Phantom 2024: K+K Kirnbauers kultigste Blaufränkisch-Cuvée ist wieder da

Ein Sommernachtstraum, leicht und verspielt: die Kampagne für Das Phantom 2024. K+K Kirnbauer

Seit 1987 ist Das Phantom die wichtigste Cuvée von K+K Kirnbauer. Mit dem Jahrgang 2024 kommt jetzt eine besonders fruchtbetonte, lebendige Version auf den Markt. Ein guter Zeitpunkt, um sich einem Wein zu widmen, dessen Geschichte mit einem Experiment begann – und der im kommenden Jahr sein 40-jähriges Jubiläum feiert.

Der Jahrgang 2024 war früh dran. Bereits im August wurden bei Marlene und Markus Kirnbauer die ersten reifen Trauben gelesen. Eine ungewöhnliche Vegetationsperiode, die auch beim wichtigsten Wein des Hauses ihre Spuren hinterlassen hat. „Es ist eine Fruchtexplosion, sehr lebendig und mit viel Potenzial“, sagt Markus Kirnbauer über das neue Phantom 2024. Für ihn ist der Wein die Visitenkarte des Weinguts und damit Jahr für Jahr auch eine besondere Verantwortung. Die aktuelle Cuvée besteht aus 48 Prozent Blaufränkisch, 21 Prozent Merlot, 20 Prozent Cabernet Sauvignon, 8 Prozent Cabernet Franc und 3 Prozent Syrah. Vergoren wurde im Edelstahl, nach dem biologischen Säureabbau folgten 18 Monate in 225-Liter-Barriques. 13,5 Volumenprozent Alkohol, 5,9 Gramm Säure und gerade einmal 0,7 Gramm Restzucker stehen am Ende auf dem Datenblatt. Das empfohlene Trinkfenster reicht bis 2043.

2024 führt die Geschichte des Phantoms in einen Irrgarten auf Schloss Hof. K+K Kirnbauer

Im Glas zeigt sich schnell, was Kirnbauer mit Fruchtexplosion meint. Amarena-Kirsche, reife Cranberries und Brombeeren geben den Ton an, dazu kommen kühle Minze und die herbe Aromatik der Vogelbeere. Dahinter liegen Pekannuss, dunkle Schokolade und erdige Nuancen. Am Gaumen wirkt der 2024er präzise und klar fruchtbetont, mit feiner Salzigkeit, Würze und einem Tannin, das bereits jetzt gut eingebunden ist, aber vor allem auf die kommenden Jahre verweist. Eine fixe Rezeptur für Das Phantom gibt es nicht. Die einzelnen Grundweine werden innerhalb der Familie verkostet, unterschiedliche Varianten zusammengestellt, diskutiert und wieder verändert. Die Anteile der Rebsorten können von Jahrgang zu Jahrgang variieren. Konstant bleiben soll das, was die Kirnbauers seit Jahrzehnten als Stil des Phantoms verstehen: Kraft und Eleganz, Tiefe und eine dunkle, würzige Aromatik.

Winzer Markus Kirnbauer bleibt als Phantom zunächst verborgen und taucht an unterschiedlichen Stellen wieder auf. K+K Kirnbauer

Begonnen hat die Geschichte des Phantoms 1987. Cuvées aus mehreren roten Rebsorten waren im Mittelburgenland damals noch eine Ausnahme. K+K Kirnbauer ging einen anderen Weg und vermählte Blaufränkisch, Zweigelt und Cabernet Sauvignon. Es war die erste Rotweincuvée dieser Art eines österreichischen Rotweinwinzers. Aus dem damaligen Versuch entwickelte sich über die folgenden Jahrzehnte der Grand Vin des Hauses. Zweigelt verschwand aus der Assemblage, Merlot und Syrah kamen hinzu, Blaufränkisch blieb die bestimmende Rebsorte. Auch der Name war 1987 noch nicht geplant. Der erste Wein kam ungewöhnlich dunkel ins Glas, wirkte fremd und schwer greifbar. „Das Phantom“ entstand aus einer spontanen Assoziation und blieb. Der Name wurde zur Marke, die Marke zum Fixpunkt des Weinguts. Heute wird Das Phantom von der 0,375-Liter-Flasche bis zur 18-Liter-Großflasche gefüllt und ist längst auch außerhalb Österreichs Kult.

Influencerin Karin Teigl alias constantly_k ist das Gesicht der neuen Phantom-Kampagne. K+K Kirnbauer

Mit der wachsenden Bekanntheit veränderte sich auch die Art, wie Marlene und Markus Kirnbauer ihren wichtigsten Wein präsentieren. Seit dem Jahrgang 2011 bekommt jedes Phantom eine eigene Kampagne. Keine bloße Flaschenaufnahme, sondern eine aufwendig produzierte Bildwelt, die sich jedes Jahr neu mit dem Charakter des Weins auseinandersetzt. 2024 führt diese Geschichte in einen Irrgarten auf Schloss Hof. Influencerin Karin Teigl alias constantly_k bewegt sich zwischen den hohen Hecken, Markus Kirnbauer bleibt als Phantom zunächst verborgen und taucht an unterschiedlichen Stellen wieder auf. Der frühe Jahrgang lieferte auch die Idee für die Inszenierung: ein Sommernachtstraum, leicht und verspielt, irgendwo zwischen Orientierung und Verlockung. Wochenlang wurde nach der passenden Location gesucht, am Shootingtag entstanden innerhalb von acht Stunden mehrere hundert Aufnahmen. Das Phantom zeigt sich, verschwindet wieder und bleibt nie ganz greifbar. Für Markus Kirnbauer ist es deshalb längst mehr als die Figur auf den Kampagnenbildern. „Das Phantom ist mehr ein Gefühl bzw. eine Idee.“

Jahrgang 2024: Viel Frucht, Würze, Kraft und Eleganz – und genügend Potenzial für weitere Jahre. K+K Kirnbauer

Im kommenden Jahr bekommt diese Geschichte ein neues Kapitel. 2027 wird Das Phantom 40 Jahre alt. Zum Jubiläum entsteht eine auf 4.000 Flaschen limitierte Sonderedition, die 40 Monate im Barrique und anschließend weitere 40 Monate auf der Flasche reift. Bis dahin gehört die Bühne dem Jahrgang 2024. Viel Frucht, Würze, Kraft und Eleganz – und genügend Potenzial für weitere Jahre.

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