Obenaus: Entscheidungen treffen wir, nicht die Natur

Obenaus: Entscheidungen treffen wir, nicht die Natur

Auch bei Low Intervention kommt die Handschrift des Winzers zum Tragen, sagt Martin Obenaus. Weine entstehen schließlich nicht aus dem Nichts.

Die Basis für Low Intervention sind gesunde Trauben. Und für die braucht es das Zutun des Winzers. Man darf nicht vergessen: Die Arbeit im Weingarten ist zeitintensiv und eine, die Punktmanagement erfordert. Du musst wissen, wann du welche Arbeiten machst und wann nicht. Der Weinbauer ist ein wichtiger Faktor, den man sich oft wegdenken möchte; nach dem Motto: Die Natur macht den Wein. Aber das stimmt nicht. Das Winzerhandwerk ist wichtig, es passiert nicht alles von alleine. Beim Weinmachen ist viel Schwitzen und viel Hirnarbeit dabei, damit du wertige Sachen in die Flasche bringst. Das gilt im Low Intervention Sektor noch viel mehr.

Präzise arbeiten

Man hat das heuer sehr gut gesehen: Wer über die Vegetationszeit draußen im Weingarten gut gearbeitet hat, hatte auch keine Probleme mit seinen Trauben. Im Keller können wir die Qualität nicht mehr richten, nur noch halten. Daher ist es bei der Lese wichtig, streng zu selektionieren, denn nur so bekommst du auch einen sauberen Most in die Gärung. Mit jedem Jahr lernt man dazu, mit jedem Jahr wird man besser. Viele meiner Entscheidungen treffe ich aus dem Bauch heraus. Die Erfahrung hat gezeigt, dass ich damit besser fahre, als wenn ich mich ausschließlich an Messinstrumente hefte. Und: Je genauer ich arbeite, desto besser sind am Ende die Weine. Das ist das Wichtigste, was du als Weinbauer machen kannst. Das ist der Kernpunkt von Low Intervention.

www.mo-unchained.at

Aufgezeichnet von Sonja Planeta

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