Doux Heros-Gewinnerin wechselt zu 2-Sterner Hermann & Bätz

Nach dreieinhalb Jahren im Söl’ring Hof startet Luise Grottenthaler ab 1. März 2026 als Chef Patissière im Restaurant Aura (2 Guide Michelin-Sterne, 1 Grüner Guide Michelin-Stern) von Alexander Herrmann und Tobias Bätz neu durch.
Paukenschlag in der Spitzenpatisserie: Luise Grottenthaler wird mit 1. März 2026 neue Chef Patissière im Zwei-Sterne-Restaurant Aura by Alexander Herrmann & Tobias Bätz in Wirsberg. Nach dreieinhalb Jahren im ebenfalls zweifach besternten Söl’ring Hof auf Sylt nutzt sie das Auslaufen ihres Vertrags für einen bewussten Neustart. „Ich möchte mich weiterentwickeln, neue Teller kennenlernen und andere Handschriften sehen“, sagt sie. Als sie hörte, dass in Wirsberg eine Position frei wird, griff sie kurzerhand zum Telefon und rief Tobias Bätz an. Beim anschließenden Probearbeiten zeigte sich schnell, dass die Chemie stimmt. Als Chef Patissière verantwortet Grottenthaler künftig alle Bereiche der süßen Küche, von den Desserts über Petits Fours bis zu Pralinen. Zum Einstieg arbeitet sie noch mit dem aktuellen Sous-Chef und Chef Patissier Thilo Anhamm zusammen, um eine saubere Übergabe zu gewährleisten. Anschließend wird sie ihr eigenes Team aufbauen.

Mit ihrem Sieg 2024 beim ersten Doux Heros-Wettbewerb von KALK&KEGEL in Zusammenarbeit mit Confis Express hat Luise Grottenthaler mit damals gerade einmal 24 Jahren früh gezeigt, dass sie handwerkliche Präzision mit einer eigenständigen, kreativen Handschrift verbinden kann. Im Aura trifft dieses Profil auf ein Umfeld, das genau darauf ausgelegt ist: Statt schneller Effektküche steht hier die langfristige Produktentwicklung im Mittelpunkt. Ausgangspunkt ist das hauseigene Future Lab ANIMA, in dem Lebensmittel durch Fermentation, Trocknung, Reifung, Einlegen oder Räuchern über Wochen hinweg veredelt und haltbar gemacht werden, bevor überhaupt ein Menü entsteht. Für die junge Patissière eröffnet das ein außergewöhnlich breites Aromenspektrum, das weit über klassische süße Komponenten hinausgeht. „Es wird viel experimentiert, um aus Lebensmitteln ein Maximum an Geschmack herauszuholen. Ich kenne diese Produkte aus der Region, hätte aber nie gedacht, was damit alles möglich ist.“ Während auf Sylt vor allem Kräuter ihre Arbeit bestimmten, erwartet sie in Wirsberg eine andere Herangehensweise: weniger floral, stärker auf das einzelne Produkt und seine Bearbeitungstiefe konzentriert. „Es ist eigentlich das Gegenteil, aber wieder sehr regional. Sehr fokussiert auf das Lebensmittel – was gerade für Desserts eine reizvolle Herangehensweise ist.“
