Bio-Hotelier: Kaffee und Gesundheit sind kein Widerspruch

Roman M. Wilfinger ist Eigentümer und Geschäftsführer der Wilfinger Bio-Hotels – Betriebe, in denen Gesundheit und ein bewusster Lebensstil seit Jahrzehnten im Mittelpunkt stehen. Im KALK&KEGEL-Interview verrät er, wie Kaffee ins Konzept passt, wie viel Maß verträglich ist – und warum guter Kaffee für seine Gäste längst selbstverständlich ist.
Herr Wilfinger, wie lange arbeiten Sie schon mit Naber Kaffee?
ROMAN M. WILFINGER: Sehr lange – sicher 20, 30 Jahre. Ernst Naber war früher oft bei uns zu Gast, so hat sich der Kontakt ergeben. Seitdem verwenden wir durchgehend den Bio-Kaffee Oro Verde aus 100 Prozent Arabica-Bohnen. Wir betreiben Bio-Hotels, daher war für uns immer klar, dass wir unseren Gästen einen hochwertigen Bio-Kaffee anbieten möchten. Mit Naber – heute vertreten durch Marco Salvatori – haben wir dafür den richtigen Partner gefunden. Die Qualität passt – deshalb besteht die Verbindung auch schon so lange.

Ihre Hotels sind nicht nur Bio, sondern stehen auch für ein ganzheitliches Gesundheitskonzept. Wie passt Kaffee da ins Bild?
Für mich ist das kein Widerspruch. Gesundheit heißt nicht, auf alles zu verzichten. Entscheidend ist die Balance – ein gutes Produkt in einer vernünftigen Menge. Ein bewusst konsumierter Kaffee kann sehr wohl Teil eines gesunden Lebensstils sein.
Wie setzen Sie Kaffee in Ihren Betrieben konkret ein?
Ganz selbstverständlich. In unseren Hotels gibt es auch kleine Wiener Kaffeehäuser, wo Kaffee klassisch angeboten wird – mit und ohne Koffein, aus der Siebträgermaschine oder als Filterkaffee beim Frühstück. Wichtig ist für uns die Qualität und das richtige Maß. Dann ist gegen ein, zwei Tassen Kaffee am Tag nichts einzuwenden, auch aus gesundheitlicher Sicht.

Ist Kaffee etwas, über das Sie sich differenzieren können?
Wir bekommen sehr viele positive Rückmeldungen. Viele Stammgäste freuen sich schon bei der Anreise auf unseren Kaffee. Das zeigt, wie wichtig ein wohlschmeckendes, qualitativ hochwertiges Produkt ist. Wir achten auch stark auf die Zubereitung – vom Mahlgrad über die Hygiene bis zur richtigen Extraktion. Unsere Mitarbeiter:innen werden regelmäßig geschult, auch gemeinsam mit Naber.
Ist der Gast heute anspruchsvoller beim Thema Kaffee?
Ja, auf jeden Fall. Viele haben zu Hause gute Maschinen und beschäftigen sich intensiver mit dem Thema. Dadurch steigen auch die Erwartungen an Qualität, Frische und Zubereitung.

Gilt das besonders für Ihre Gäste?
Ich denke schon. Unsere Gäste sind sehr gesundheitsaffin und setzen sich stärker mit dem auseinander, was sie konsumieren. Themen wie Herkunft und Qualität spielen eine große Rolle. Gerade im Gesundheitsbereich erwartet man ein gewisses Niveau – und gleichzeitig versuchen wir zu vermitteln, dass bewusster Genuss Teil dieses Konzepts sein kann.
Hat die Gastronomie beim Thema Kaffee noch Aufholbedarf?
Ich glaube, dass wir in Österreich insgesamt auf einem sehr guten Niveau sind – auch aufgrund unserer starken Kaffeehauskultur. Kaffee ist in vielen Betrieben zwar noch ein Nebenprodukt, aber das Qualitätsbewusstsein ist definitiv gestiegen.

IN PARTNERSCHAFT MIT NABER KAFFEE.
