Katharina Iglesias: Der ProWein-Fahrplan der wineBANK-Maître Sommelière

Katharina Iglesias ist Maître Sommelière und Clubmanagerin in der wineBANK in Hamburg. Andreas Behr

Neue Jahrgänge, neue Ideen: Auf der ProWein 2026 vom 15.-17. März 2026 in Düsseldorf setzt Katharina Iglesias, Maître Sommelière und Clubmanagerin der wineBANK in Hamburg, zuallererst auf Präzision und Jahrgangstiefe im Glas. Das heißt: Verkostungen, Masterclasses, gezieltes Trendscouting. Hier kommen ihre Tipps!

Für wineBANK Hamburg Maître Sommelière und Clubmanagerin Katharina Iglesias braucht’s auf der ProWein 2026 vor allem eines: einen strukturierten Verkostungsplan, um möglichst viele aktuelle Jahrgänge direkt bei den Weingütern zu probieren – etwas, das im Alltag über Händler:innen oft nur eingeschränkt möglich ist. Ihr wichtigster Rat für Messebesucher:innen kommt deshalb fast beiläufig, aber mit Nachdruck: mindestens zwei Masterclasses pro Tag einplanen. „Dort nimmt man einfach am meisten mit.“ Im direkten Kontakt mit den Produzent:innen bekommt Iglesias nicht nur einen umfassenden Überblick über neue Releases, sondern auch Inspiration für ihre zahlreichen Veranstaltungen. Acht bis zehn Events organisiert sie monatlich – von Themenabenden bis zu Mini-Vertikalen, für die sie gezielt nach jahrgangstief verfügbaren Weinen sucht. Die Messe dient ihr dabei als Ideenbörse und Scout-Tour zugleich. Gleichzeitig ist die ProWein für sie ein wichtiger Branchentreffpunkt. Der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen liefert wertvolle Einblicke in aktuelle Herausforderungen – von verändertem Konsumverhalten bis hin zu neuen Wegen, unterschiedliche Stilistiken erfolgreich an Gäste zu vermitteln. „Man sieht, wie es bei anderen läuft, bekommt neue Ideen und bleibt am Puls der Zeit.“ Das sind Katharina Iglesias‘ persönliche ProWein-Schwerpunkte:

TASTINGS ALS WISSENSBOOST

Katharina Iglesias führt am 17. März am ÖWM Messestand durch die Masterclass “Austria’s Next Generation – Junge Winzer:innen im Rampenlicht”. Messe Düsseldorf/ctillmann

„Verkostungen sind der effizienteste Weg durch das riesige Messeangebot. Anders als am Messestand, wo Gespräche oft kurz und hektisch bleiben, ermöglichen Masterclasses ein strukturiertes Eintauchen in Themen und Regionen. Mein Tipp: nicht überplanen, aber gezielt auswählen. Zwei bis drei feste Termine pro Tag reichen – und lassen noch Raum für spontane Begegnungen, die genauso wertvoll sind. Ich selbst hoste am 17. März am ÖWM Messestand die Masterclass Austria’s Next Generation – Junge Winzer:innen im Rampenlicht, bei der aufstrebende Talente ihre Weine präsentieren und von ihrer Philosophie erzählen. Schaut vorbei!“

NISCHEN, DIE ÜBERRASCHEN

Bei Katharina Iglesias heuer fix am ProWein-Programm: Verkostungen verstärkt außerhalb Europas. Messe Düsseldorf/ctillmann

„Reizvoll finde ich Weinländer und Themen, die abseits des Mainstreams liegen. Letztes Jahr habe ich mich intensiv mit koscheren Weinen (u.a. Halle 6) beschäftigt. Auch wenn solche Weine nicht immer direkt in mein Portfolio passen, ist es spannend zu sehen, wie unterschiedliche Regionen ihren eigenen Stil entwickeln. Für meine Mitglieder in der wineBANK suche ich gezielt nach außergewöhnlichen Entdeckungen – kleine Weingüter, unbekannte Herkünfte oder charakteristische Weine. Gefällt mir ein Wein besonders gut, folgt oft direkt die Einladung an das Weingut zu mir in die wineBANK.“

SIDESTEP NEUE WELT & DEUTSCHLAND

Ein kurzer Besuch in der Deutschland-Halle (Halle 1 & 4) bei vertrauten Winzer:innen muss ebenfalls sein. Messe Düsseldorf/ctillmann

„Für heuer ebenfalls am Plan: Verkostungen verstärkt außerhalb Europas. Ich denke dabei vor allem an die neue Welt (Halle 6) – ich bin gespannt, was dort aktuell passiert. Einen kurzen Besuch in der Deutschland-Halle (Halle 1 & 4) bei vertrauten Winzer:innen kann ich mir dennoch nicht verkneifen. Die neue Winzer:innen-Generation ist ziemlich aktiv. Die Wein-Stilistiken verändern sich. Ein guter Spot, um neue Trends aufzuspüren.“

HOTSPOTS NACH MESSESCHLUSS

Le Bouchon: Französische Küche und Weine in Düsseldorf-Pempelfort. Sascha Perrone

„Ein Fixpunkt ist für mich ein Treffen mit meinem Kollegen Gunnar Oswald aus der wineBANK Köln in seinem Club – ein klassisches Netzwerk-Date außerhalb des Messetrubels. Kulinarisch steht ein Besuch im Restaurant Le Bouchon auf dem Plan, empfohlen von einem befreundeten Sommelier, den ich auf einer Weinreise kennengelernt habe. Und natürlich dürfen informelle Branchentreffs wie die legendären Abende bei Concept Riesling nicht fehlen, bei denen die Szene bis tief in die Nacht feiert und sich austauscht.“

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