ProWein 2026: Die Hotspots von Bredouille-Sommelière Ive Liess

Für Ive Liess aus der Kölner Weinbar Die Bredouille ist die ProWein in Düsseldorf weit mehr als eine Fachmesse: sie ist ein Heimspiel mit internationalem Flair, eine Bühne für neue Entdeckungen – und ein Ort, an dem sich die Weinwelt in all ihrer Vielfältigkeit und Lebendigkeit präsentiert. Hier verrät sie ihre Highlights!
Wenn die ProWein in Düsseldorf vom 15. bis 17. März 2026 ihre Tore öffnet, hat Ive Liess kaum eine Ausrede – schließlich ist die Messe für sie nur einen Katzensprung entfernt. Die Sommelière aus der Kölner Weinbar Die Bredouille nutzt das regionale Großereignis jedes Jahr intensiv: zum Wiedersehen mit der Branche, zum Entdecken wenig bekannter Weinländer und für Inspiration jenseits klassischer Verkostungsrouten. „Natürlich ist es ein globales Treffen – aber gleichzeitig auch ein riesiger Aufruhr hier in der Gegend.“ Neben dem Networking mit Kolleg:innen aus dem Umkreis reizt sie vor allem die Möglichkeit, Weine aus Regionen zu probieren, die im Alltag selten auf ihrem Tisch stehen: „Argentinien, Chile, Rumänien, Griechenland, Slowenien – solche Sachen kann man hier wunderbar abklappern.“ Hier kommen ihre Highlights:
REFRESH RUMÄNIEN

„Ich habe rumänische Wurzeln; deshalb freue ich mich immer besonders, wenn Rumänien (Halle 3) vertreten ist. In der dortigen Weinwelt gibt es einige spannende Entwicklungen zu beobachten: Der biodynamische Anbau gewinnt an Bedeutung, gleichzeitig erleben Bouquet-Rebsorten eine Renaissance. Darüber hinaus will ich generell den osteuropäischen Raum erkunden – eine Region, die viel zu selten im Rampenlicht steht, aber immer wieder für Überraschungen gut ist.“
MASTERCLASSES: RAUS AUS DER BUBBLE

„Masterclasses und Workshops sind ideal, um den Wissensschatz zu erweitern. Ich mag Weine von vulkanischen Böden, weil sie eine besonders markante Mineralität mitbringen – deshalb ist die Verkostung Volcanic Wines from the Canary Islands für mich ein Muss. Bei Die Magie des Terroirs – Wo Tradition auf Moderne trifft mit Sommelier Konstantin Baum MW geht es um die Geschichte ungarischer Weine, bei Poison or Culture: Who Drives the Alcohol and Health Debate? um eines der aktuell brennendsten Themen der Branche. Und natürlich bin ich beim KALK&KEGEL Boost-Workshop Die Zukunft des deutschen Weins mit Sebastian Höpfner dabei.“
BLICK ÜBER DEN GLASRAND IN DER SPIRITS-HALLE

„Ein Tipp, der vermutlich nicht auf jeder Somm-Liste steht: Halle 5 & Halle 7, die Heimat der Spirituosen. Nach der letzten Masterclass gehe ich gern noch dorthin – einfach wegen der Stimmung. Und weil wir Somms aus der Cocktail- und Spirits-Szene wichtige Impulse für die Weinwelt mitnehmen können, insbesondere im Umgang mit jüngeren Zielgruppen sowie mit alkoholfreien und Low-ABV-Konzepten. Techniken aus der Mixology – etwa Milk Punches oder Fat Washes – könnten auch für Weinbegleitungen spannende Ansätze liefern. Disclaimer: Spuckis gibt es nicht, von daher sollten die Spirits-Hallen dann auch die letzten Stationen bleiben.“
PARTY & FINE DINING

„Auch außerhalb der Hallen gibt es coole Hotspots: Müsste ich donnerstags nicht arbeiten, wäre ich im Vorfeld der Messe im Rahmen der ProWein City Vibes auf jeden Fall bei der Opening Party NOIR. im The Paris Club im 25Hours Hotel dabei. Montag nach der Messe geht’s ins Oy auf der Friedrichstraße – die haben eine sehr coole Fine-Dine-Küche und eine extrem geile Weinkarte. Außerdem ist das Oy sowas wie der Dreh- und Angelpunkt, zumindest was meine Wein-Bubble betrifft. Dienstag gehe ich traditionell immer zu Pommes und Wein – um noch einmal richtig Gas zu geben.“
