Neuer Creative Space: Caterer Rosa & Marie wachsen weiter

Rosa&Marie: Vom Zwei-Frau-Cateringunternehmen zum florierenden Geschäftsmodell. Rosa&Marie

Stillstand ist für Emilia Rosa und Fiona Marie keine Option. Was als Zwei-Frau-Cateringunternehmen startete, ist heute ein florierendes Geschäftsmodell mit 15 Fixangestellten. Events mit mehreren hundert Gästen gehören längst zum Alltag. Mit Mai 2026 folgt der nächste Schritt – und der hebt das Unternehmen nochmal auf ein neues Level.

Ab Mai 2026 erweitern Rosa & Marie ihr Setup um einen eigenen Creative Space im Süden Wiens. Direkt am Areal eines ehemaligen Industriegeländes in der Stachegasse, dort, wo sich bereits ihre Produktionsküche befindet, übernehmen Emilia Rosa und Fiona Marie das ehemalige Studio Courage: ein rund 100 Quadratmeter großes Tageslichtstudio in einem alten Fabriksgebäude, mit hohen Decken, großen Fensterflächen und einer voll ausgestatteten Küche. Für das erfolgreiche Duo ist die neue Location mehr als nur eine zusätzliche Fläche. Es ist die logische Konsequenz aus einer Entwicklung, die ohnehin längst über klassisches Catering hinausgeht. „Die Leute haben sich immer gewünscht, dass sie auch einmal direkt bei uns essen können“, sagt Emilia Rosa. „Jetzt machen wir das möglich.“

Rosa&Marie übernehmen das ehemalige Studio Courage: ein rund 100 Quadratmeter großes Tageslichtstudio in einem alten Fabriksgebäude. Mara Hohla

Mit dem neuen Creative Space verschiebt sich der Fokus von Rosa & Marie neben Catering, Hochzeiten, Private Dining und Pop-ups erstmals auch auf Formate im eigenen Haus. Das Studio Courage bleibt namentlich – mit dem Zusatz „by Rosa & Marie“ – und als visuelle Bühne erhalten, wird aber inhaltlich neu gedacht. Fotoshootings mit Lunch-Option, Videoproduktionen, Kochsessions, Produktpräsentationen und kleine Events für bis zu 50 Personen sowie Vermietungen an andere Private Chefs – die Grenzen sind bewusst offengehalten. „Wir machen keine halben Sachen“, so Fiona Marie. „Wenn wir etwas machen, dann muss es zu uns passen. Und dieser Raum passt genau.“

Catering, aber auf leiwand. Dafür stehen Rosa&Marie. Rosa&Marie

Die Kombination aus Tageslichtstudio und Küche eröffnet Möglichkeiten, die im klassischen Catering so nicht vorhanden sind. Fotoshootings und andere Produktionen können direkt mit Kulinarik verknüpft werden, Markeninszenierungen mit realem Erleben. Gleichzeitig entsteht ein Ort, an dem auch eigene Rosa & Marie-Formate Platz finden. Spannend ist dabei, wie sich die Beziehung zu den eigenen Gästen verändern wird. Bisher fand der Kontakt fast ausschließlich im Rahmen von Events statt. Künftig wird es möglich sein, Rosa & Marie auch unabhängig davon zu erleben. Geplant sind unter anderem exklusive Kochkurse mit Emilia für maximal sechs Personen oder offene Dinner-Abende, bei denen das Catering-Konzept in einen Restaurantkontext übersetzt wird – etwa für zukünftige Hochzeitspaare. Sharing-Menüs, lange Tafeln, direkte Einblicke in die Arbeitsweise. „Die Leute sollen verstehen, was wir machen – nicht nur auf Bildern sehen“, erklärt Emilia.

Emilia Rosa und Fiona Marie: Events mit mehreren hundert Gästen gehören längst zum Alltag. Rosa&Marie

Das klassische operative Geschäft wächst derweil weiter – sowohl in der Größe als auch in der Komplexität. Events mit 500 bis 700 Gästen sind bei Rosa & Marie keine Ausnahme mehr. Entscheidend dafür ist das Team. „Der Ablauf ist mittlerweile so eingespielt, dass er funktioniert, ohne dass man ihn ständig neu erklären muss“, so Emilia. „Das geht nur, weil wir mit unseren eigenen Leuten arbeiten.“ Der Verzicht auf klassisches Leihpersonal ist dabei nach wie vor ein zentraler Bestandteil. Stattdessen greift man auf einen gezielt aufgebauten Pool an Mitarbeiter:innen zurück. „Es sind immer Leute, die wir kennen und denen wir vertrauen. Das macht einen riesigen Unterschied in der Qualität – egal ob zehn oder 600 Gäste.“

Handwerk statt TK-Fertigware, ein gezielt aufgebauter Pool an Mitarbeiter:innen statt Leihpersonal: Rosa&Marie haben das Catering-Rad nicht neu erfunden, sondern modernisiert. Rosa&Marie

Mit der neuen Location geht es Rosa & Marie nicht darum, Neues zu erfinden, sondern vorhandene Chancen konsequent zu nutzen. „Man muss nicht immer alles aus dem Nichts aufziehen“, sagt Fiona. „Manchmal geht es darum, den richtigen Moment zu erkennen und zuzugreifen.“ Der Creative Space ist genau so ein Moment. Eine Erweiterung, die nicht vom bestehenden Geschäft wegführt, sondern es ergänzt. Catering bleibt das Fundament, aber darüber entsteht eine neue Ebene – oder wie Emilia es formuliert: „eine zusätzliche Spielwiese.“