Magdalena Gleiss: Meine Tipps für das passende Weinglas

Magdalena Gleiss: Das perfekte Glas findet man, indem man ausprobiert.

Warum die richtige Wahl beim Weinglas entscheidend ist und welche Fehler man besser nicht macht. Tipps von Sommelière Magdalena Gleiss aus dem 2-Sterne und 5-Hauben Restaurant Obauer in Werfen.

Ich gebe es zu: Meine Leidenschaft für Wein entdeckte ich nicht wegen des Inhalts der Sommelière-Ausbildung, sondern weil mich die Art und Weise faszinierte, wie er vermittelt wurde. Und da spielt das Glas eine wesentliche Rolle. Was ein richtig gutes Weinglas ausmacht, ist für mich die Glasstärke – sie beeinflusst die Temperatur des Weins. Mundgeblasen oder maschinell gefertigt? Da scheiden sich die Geister. Ich liebe filigrane Gläser, aber im Restaurantalltag muss man auch pragmatisch denken. Schließlich kosten Gläser nicht nur Geld, sondern haben auch eine gewisse Lebenserwartung (die in der Gastro manchmal erschreckend kurz ist).

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Must-haves

Meine persönlichen Favoriten? Das Zalto-Bordeauxglas und das Riedel-Performance-Rieslingglas – absolute Must-haves! Oder aber ein kerniger Blaufränkisch im Zalto-Burgunderglas! Winzer Alex Sattler würde sagen: Das ist wie ein Subwoofer für den Wein! Und was ist mit dem Trend zu Universalgläsern? Ich finde sie für Verkostungen super. Bei Weinbegleitungen setzen wir sie auch häufig ein, besonders das Zalto-Universalglas. Spannend finde ich auch das neue Zalto-Balance-Glas, das sich für Champagner und Rosés eignet. Immer super und ein perfekter Allrounder auch die Gold-Edition von Gabriel Glas, wie sie KALK&KEGEL etwa bei den Blind Tastings und sämtlichen Veranstaltungen verwendet.

Wichtig: Vergesst die alte Regel „Je teurer der Wein, desto größer das Glas“. Man findet das perfekte Glas, indem man ausprobiert. Grundregel: Leichte, frische Weine passen gut in schmale oder Universalgläser, während komplexe Weine – egal ob weiß, rosé oder rot – größere Gläser bevorzugen. Ist man sich beim Karaffieren unsicher, kann man alternativ ein schmales Glas wählen und die Flasche belüften. Oder umgekehrt: ein großes Glas nutzen und sich das Karaffieren ersparen. Noch ein Profi-Tipp zur Reinigung: Eine Osmoseanlage ist Gold wert. Sie spart das Polieren, reduziert die Bruchgefahr und schont die Nerven. Also, hebt die Gläser – aber bitte am Stiel!

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