Markus Spitzbart: Die Zukunft der Gastro- und Weinbranche verlangt nach innovativer Architektur

Markus Spitzbart: Die Zukunft der Gastro- und Weinbranche verlangt nach innovativer Architektur

Ein Konzept von Markus Spitzbart, welches gerade in Schottland umgesetzt wird: Die Ardgowan Distillery in Inverkip – zugleich die erste und einzige energieneutrale Whisky Distillery weltweit.

Interview mit einem Visionär: Markus Spitzbart belebt mit seiner Philosophie der ganzheitlichen Architektur- und Markenkonzepte die Weinwirtschaft und Hospitality Branche. Seine Projekte gelten als innovativ und zukunftsweisend.

Wie kann sich Architektur auf den Erfolg eines Produkts auswirken?
MARKUS SPITZBART: Nie geht es nur um das Produkt. Es geht um ganzheitliche Lösungen, die alle relevanten Bereiche strategisch zusammenführen. Je professioneller die Vernetzung, je individueller die Strategie, desto höher sind die Erfolgsaussichten. Kundinnen und Kunden kaufen heute kein Produkt, sondern sie kaufen gute Gefühle. Durch die richtige Inszenierung können wir Gefühle erzeugen und steuern. Eine gute Geschichte als Grundlage aller strategischen und damit auch aller architektonischen Überlegungen erreicht die Aufmerksamkeit, bleibt in Erinnerung und wird zusammen mit der Werbebotschaft abgespeichert. Das ist ein wesentlicher Teil unserer Markenarchitektur.

Markus Spitzbart: Seine Erfolgsformel ist die ganzheitliche Betrachtung und Berücksichtigung aller Faktoren und Disziplinen. Andreas Jakwerth

Was verstehst du unter Markenarchitektur?
In unserem Kontext verstehen wir Markenarchitektur als eine Form der Architektur, die eine Marke immer mitdenkt. Für die Weinbranche bedeutet das: Die Vision der Winzerin oder des Winzers bestimmt alles. Sie bestimmt die Werte, sie bestimmt den Charakter und sie prägt das Produkt, also den Wein. Unsere Idee von Architektur ist eine, die sich an der Marke und allem, was sie umfasst, orientiert. Wir wollen niemandem eine architektonische Richtung aufoktroyieren, sondern Lösungen schaffen, die von Grund auf Sinn machen. Das verstehen wir als Markenarchitektur. Die Zukunft der Gastro- und Weinbranche baucht innovative Architektur. Denn nur so wird man sich auch in Zukunft deutlich abheben und die eigene Marke stärken. So wird Architektur zum klaren Game-Changer am Markt.

  • Über „Spitzbart + partners“
    Seine Architektur ist zukunftsweisend, seine Projekte tragen eine klare Handschrift und bauen auf eine starke Erfolgsformel – ganz im Sinne der ganzheitlichen Betrachtung und Berücksichtigung aller Faktoren & Disziplinen: Markus Spitzbart hat sich mit Um- und Neubauten für die Weinwirtschaft, Gastronomie und Hotellerie europaweit einen Namen gemacht. Sein Unternehmen „Spitzbart + partners“ führt Architektur und Interior Design unter der Klammer einer Vision und klaren Markenstrategie zusammen.
    www.spitzbart.at

Warum hast du deinen Fokus auf die Weinbranche gerichtet?
Mein Vater hat in den 1970er Jahren einen Tischlereibetrieb gegründet und hat im Süden von Wien – Baden, Soos, Vöslau – unzählige Heurige umgebaut und gestaltet. Die Weinbranche hat sich immer weiterentwickelt, und wir haben uns mitentwickelt. Mit der Zeit habe ich gesehen, dass mir Architektur alleine nicht reicht. Ich wollte keine Allerweltsarchitektur betreiben, sondern meinen Fokus auf eine Branche richten. Und aus meiner Geschichte heraus ist es die Weinbranche geworden. Mein Ziel war es von Anfang an, eine ganzheitliche Betrachtung voranzutreiben. Mit ihr habe ich den für mich vernünftigsten und fokussiertesten Zugang zur Architektur gefunden, wie ich sie heute vertrete.

Das Territorium Wein stellt eine nahtlose Integration von traditionellen und modernen Elementen in Dobermannsdorf dar. Die imposante Glasfassade setzt den Wein perfekt in Szene, ohne aufdringlich zu wirken, während vorgesetzte Rahmenkonstruktionen aus Holz die charakteristische Baustruktur des Ortes aufgreifen und neu interpretieren. MW-Architekturfotografie

Welche Projekte beschreiben eure Arbeit beispielhaft?
Wir haben eine große Bandbreite an Charakteren und Auftraggebern, das Spektrum ist also ein großes. In meiner Anfangszeit vor etwa 25 Jahren haben wir für ein Weingut gearbeitet, das ein kleiner Familienbetrieb im Weinviertel war. Damals wollte der Senior in den Heurigen investieren und hat den Grundstein für eine erfolgreiche Entwicklung gelegt. Heute knüpft der Junior an und will den gesamten Betrieb dem Zeitgeist entsprechend weiterentwickeln. Das sind für uns genauso spannende Projekte wie etwa eines, das wir gerade in Schottland umsetzen. Dort planen wir die erste energieneutrale Whisky-Destillerie. Egal, ob groß oder klein, egal in welcher Dimension sie agieren – am Ende des Tages sollen die Projekte geil aussehen, die Vision des Auftraggebers widerspiegeln und vor allem erfolgreich sein. Das ist unser Grundtenor, aber die Herangehensweise ist immer einzigartig.

Weingut Malli in Kitzeck: Alles begann mit dem Wunsch nach einem neuen Brennkessel und der Frage, wo er stehen sollte. Herausgekommen ist ein beeindruckendes Ensemble, das mit seiner gekonnten Verschmelzung von Tradition und Moderne, Funktionalität und ästhetischer Eleganz das Ortsbild von Kitzeck bereichert. Spitzbart + partners

Um eure Projekte zu realisieren, arbeitet ihr nicht als klassisches Architekturbüro, sondern in einem multidisziplinären Team. Wie kann man sich das vorstellen?
Es ist eigentlich relativ einfach. Du musst alle Disziplinen ab dem ersten Moment an einen Tisch bringen. Früher haben wir architektonische Überlegungen in den Vordergrund gestellt, heute liefert auch unser Marketingteam entscheidende Beiträge dazu, wie das Gebäude aussehen soll. Natürlich formuliert es der Architekt aus, und natürlich bleiben die Disziplinen ihrem Handwerk treu, aber alle Beteiligten befruchten sich in ihren Überlegungen und Taten. Unser Team steuert Know-how bei zu Architektur, Design, Branding, Grafik- und Webdesign ebenso wie für Gastro-Konzeption, Licht- und Küchenplanung, Fotografie und Finanzierung. Wir berücksichtigen Wissen um Trends, Verkauf, Psychologie und Ladendramaturgie. Ich bin der Überzeugung, dass man dieses interaktive Arbeiten nicht erst irgendwann im Laufe eines Projekts stattfinden lassen kann, sondern von Anfang an auf diese Art gestalten muss. Wir sind offen, wir netzwerken und wir kooperieren. Wesentlich ist: wir betrachten das Vorhandene & bringen es auf eine neue Ebene. So kann ein Projekt spürbar, erfahrbar und erfolgreich werden.

Nachhaltigkeit

Das Thema Nachhaltigkeit ist in der Baubranche ebenso angekommen wie das große Thema der Bodenversiegelung. Wie geht ihr damit um?
Bodenversiegelung betrifft uns seltener. Die meisten unserer Projekte sind Umbauten, Anbauten und Revitalisierungen. Wenn wir von Neubauprojekten sprechen, will ich das Thema Nachhaltigkeit anhand eines Beispiels erklären. Für eine große Obstbaugenossenschaft errichten wir gerade einen Neubau neben einem Bestandsgebäude. Ja, hier findet Bodenversiegelung statt, aber gleichzeitig entsteht eine Erweiterung der Produktion vor Ort, die für weniger Verkehr und weniger Transportwege sorgt. Darüber hinaus ist das Gebäude völlig energieneutral. Man muss immer den gesamten Kontext sehen. Für mich ist es wichtig, dass wir gemeinsam mit unseren Auftraggeber:innen Lösungen finden, die eine Nachhaltigkeit abbilden, die ihnen auch entspricht.

Gasthaus Nährer in Rassing – ausgezeichnet als bestes Landgasthaus von Falstaff: Im Gastraum verschmelzen erdige Natürlichkeit und moderne Klarheit ähnlich der Küchenphilosophie zu einem stimmigen Gesamtkonzept. Robert Herbst/POINT OF VIEW

Welche Trends zeichnen sich in der Branche ab?
Unsere jetzigen Auftraggeber:innen haben andere Visionen als die vor zehn oder 15 Jahren. Das betrifft die Wertevorstellungen und eben auch die architektonischen Vorstellungen. Die Menschen, die Betriebe und die Regionen sind im Wandel. Wir kennen die Weinbranche international und regional seit Jahren und bringen viel Know-How mit. Die Markenarchitektur kann plakativ und laut sein, aber auch leise und subtil. Und wir wissen: beides kann zu Erfolg führen.

www.spitzbart.at

 

Markus Spitzbart: Erfahrung und Know-how für innovative Lösungen

Andreas Jakwerth

Qualität als oberstes Prinzip: Was Markus Spitzbart und sein Team für diese Branche einzigartig macht, ist der unermüdliche Anspruch an Qualität und die Fähigkeit, klare Aussagen darüber zu treffen, was realisiert werden wird. Durch sein langjährige Erfahrung und das tiefgreifende Know-how verwirklicht er Projekte, die nicht nur in puncto Design und Architektur beeindrucken, sondern auch in perfektem Einklang mit den Unternehmenszielen und der Vision der Kundinnen und Kunden stehen und diese auch nachhaltig voranbringen.

 

www.spitzbart.at

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