Zu Besuch im ältesten Restaurant Europas

Was für eine Location! Vergesst Mozart und den Jedermann – mitten in der Salzburger Altstadt gibt es seit mehr als 1200 Jahren einen Ort, an dem der Genuss zelebriert wird. Das St. Peter Stiftskulinarium ist damit das älteste Restaurant Europas. Und wahrscheinlich war das „Peter“ noch nie so cool und modern wie jetzt.
Während andere nach zeitgemäßen Kulinarikkonzepten suchen, blüht ausgerechnet im ältesten Restaurant Europas seit geraumer Zeit ein neuer Boho-Chic auf, der von hier aus frisch und modern durch die Gassen der Salzburger Altstadt weht und in seinem Sog ein buntes Publikum anzieht: Junge, die sich zum Afterwork-Drink treffen (Motto ist „Später beim Peter“), Tourist:innen, die beim „Mozart Dinner Concert“ staunend im Barocksaal mit Kerzenlicht sitzen, Alte, die in der Richardstube mit Kind, Kegel und Urenkerl den 50. Hochzeitstag feiern und alle jene, die einfach nur gut essen wollen oder trinken (knapp 1000 Positionen in der Weinkarte von Klassikern bis hin zu biodynamisch und Naturals). Frischer Wind im alten Gemäuer wäre man geneigt zu sagen. Doch das ist untertrieben. Denn es ist vielmehr ein Orkan, der den 1200 Jahre alten Keller mit seinen elf unterschiedlichen Räumen – jeder einzelne ist ein künstlerisches Gesamtensemble – so durcheinander gewirbelt hat, dass hier genau gar nichts alt oder verstaubt wirkt.

Auf der Speisekarte stehen zum Beispiel Tagliolini mit schwarzem Trüffel oder Seeteufel mit Champagner-Hummerschaum neben dem Wiener vom Salzburger Milchkalb, Crème brûlée von der Blutorange und natürlich auch Salzburger Nockerl. Das Mediterrane liegt hier gefühlt viel näher als irgendeine andere Küche. Champagner, Crémant und Rieslingsekt werden auf der Speisekarte als Aperitif offen angeboten. Das heißt aber nichts. Denn im Prinzip reißt Sommelier Rakshan Zhouleh fast jede Flasche für ein Gläschen auf, wenn er die Vorfreude in den Augen seiner Gäste erkennt – von Château Margaux bis zum fantastischen Pinot Noir Hengstberg von Clemens Strobl.

Es ist genau dieser federleichte Zugang zur unkomplizierten Kulinarik, der aktueller denn je ist. Anderswo werden große Menüs gerade wieder von den Karten gestrichen. Keine Bevormundung wollen die Gäste. À-la-carte ist gefragt. Im Stiftskulinarium eine Selbstverständlichkeit. Spätestens an dieser Stelle wird es nun schön langsam Zeit zu erwähnen, wer hinter all dem „Neuen“ im Stiftkulinarium steckt. Es sind Zwei, die eigentlich gar nicht so neu sind. Denn sie betreiben diesen Ort schon seit mehr als 30 Jahren: Veronika Kirchmair und Claus Haslauer. Beide das beste Beispiel dafür, dass junge Ideen nicht zwangsläufig etwas mit jungem Alter zu tun haben. Veronika und Claus sprühen nur so vor Schaffenskraft und wollen sich und ihr „St. Peter“ am liebsten immer wieder neu erfinden.Andreas Kolarik

„Innovation ist seit jeher unser wichtigstes Anliegen“, sagt auch Claus. Dabei geht es vor allem um Küche und Keller, um Kompetenz im Service und bei Veranstaltungen. „Ein historisches Restaurant in die Moderne zu transportieren ist anspruchsvoll, aber sehr erfüllend. Uns besuchen Menschen aus aller Welt, die sich für wahrhaftiges Speisen in alten Gemäuern begeistern können. Aber auch junge Menschen kommen gern zum Sonntagsbrunch ins Peter.“ Einst soll übrigens sogar Faust persönlich im Stiftskeller eingekehrt sein. Das juckt heute freilich nur noch wenige. Und trotzdem: Die Geschichte ist hier spürbar und letztendlich jener Spannungskontrast zu Style, Design, Küche und Wein, der diesen Ort so besonders macht. Das Stifskulinarium mag zwar mehr als 1200 Jahre alt sein, aber seine coolste Geschichte beginnt gerade jetzt. Das MUSS man gesehen haben in Salzburg.
The Place to Bloom: Der Sommer 2026 im St. Peter Stiftskulinarium

Mit der exklusiven Kunstinstallation „Beyond The Fields“ des Pariser Künstlers Alexis Boyer eröffnete das St. Peter Stiftskulinarium in Salzburg am 7. Mai den Sommer 2026 und setzte damit den Auftakt für eine Saison voller Genuss, Kunst und besonderer Begegnungen.
Im Sommer 2026 wird das St. Peter Stiftskulinarium erneut zur Bühne für Kunst: Mit der Ausstellung „Beyond the Fields“ entsteht ein poetischer Dialog zwischen der Installation des Pariser Künstlers Alexis Boyer und einer Graffiti-Intervention der Salzburger Künstlerin Tamara Soma Volgger. Monumentale, lichtdurchlässige Mohnblumen treffen in den Willibaldarkaden auf urbane Energie und schaffen eine visuelle Auseinandersetzung mit Natur, Freiheit und Vergänglichkeit mitten im historischen Ambiente des Hauses. Präsentiert wurde die Ausstellung geladenen Gästen am 7. Mai bei einem atmosphärischen Vernissage-Abend mit Kunst, Live-Band, Drinks und Kulinarik, der das St. Peter Stiftskulinarium einmal mehr als Ort kultureller Begegnungen inszenierte.

SPÄTER BEIM PETER – LIVE MUSIC THURSDAY
Die Saison ist eröffnet! „Später beim PETER“ bringt ab sofort wieder Dinner, Musik und Outdoor-Feeling in die historische Altstadt. Warum bis Freitag warten? Im St. Peter Stiftskulinarium beginnt das Wochenende schon am Donnerstag. Bei „Später beim PETER“ gibt es Live-Musik und entspannte Beats, die für sommerliche Stimmung sorgen. Begleitet von kreativen Drinks, einem lässigen Dinner und guter Gesellschaft. Die Dinner Experience wird hier zu „Stay a little longer“.

SALZBURGER FESTSPIELE 2026
Während der Salzburger Festspiele 2026 ist das St. Peter Stiftskulinariumwie in jedem Jahr ein Treffpunkt für besondere Abende vor oder nach dem Kulturprogramm. Zwischen Kulinarik, Wein und Sommerstimmung werden die 11 Räumlichkeiten des ältesten Restaurants Europas zur Bühne für Sommerstories und Showbiz.

THE PLACE OF SURPRISES – CHEF’S CHOICE MENU
Auch kulinarisch bleibt der Sommer im St. Peter Stiftskulinarium unvorhersehbar: Das Überraschungsmenü folgt dem „Chef’s Choice“-Prinzip und lädt zu einer saisonalen Genussreise durch kreative Kompositionen der Küche ein. Vier oder fünf Gänge, spontan inspiriert von den besten Produkten des Augenblicks: elegant, spielerisch und immer mit einer besonderen Handschrift.
stpeter.at
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Herausgeber und Chefredakteur