Top-5 Pinots

Die besten Pinots: Vom Längsee bis an die Mosel

Zu Pinot Noir aus der Burgund kann ein jeder greifen. Dabei gibt es auch in unseren Breiten so richtig tolles Zeug! Unsere Top-5 Pinot-Winzer.

Weingut Georgium, St. Georgen am Längsee

Allein, dass dieses Weingut in Kärnten beheimatet ist, sorgt schon immer wieder für Erstaunen. Winzer Marcus Gruze macht dazu noch einen der besten Pinot Noirs in Österreich. Im kargen, schottrigen Oberhang auf kalkreichem Boden fühlt sich der feingliedrige, elegante Pinot Noir sehr wohl. Mit einem Hektarertrag von knapp 2000 Kilogramm bringt dieser erdige Würze, zarte Frucht und kühle Frische. Die Gärung erfolgt in 600 Liter-Holzfässern mit ganzen Beeren. Erst nach einem Jahr wird der Jahrgang auf kleinere Fässer aufgeteilt.

www.georgium.at

Enderle & Moll, Baden

Vielleicht der spannendste Pinot Deuschlands: Die Pinots von Enderle & Mohl werden im Laufe der Vinifizierung weder geschönt, noch zu filtriert oder gepumpt. Während der gesamten 12 bis 15 monatigen Lagerung in gebrauchten Barriques wird dein Wein nie abgezogen und auch nicht umgelagert. So entsteht ein möglichst unmittelbarer Ausdruck der jeweiligen Rebflächen und Lagen inklusive ihrer unterschiedlichen klimatischen Bedingungen. Der Pinot á trois (IDA, Buntsandstein und Muschelkalk) ist unser Favorit!

www.enderle-moll.at

Gebeshuber, Thermenregion

Johannes Gebeshuber vinifiziert vielschichtige, finessenreiche und elegante Weine. Bei den Rotweinen setzt er den Fokus auf Pinot Noir und St. Laurent. Wir lieben den Pinot Noir Muschelkalk 2016 – kerngesunde, vollreife Trauben aus den Muschelkalk dominierten Rieden in und rund um Gumpoldskirchen. Ein perfekt gereifter Speisebegleiter in weiß und rot. Ausbau: spontan im offenen Holzbottich vergoren, Maische händisch untergestoßen, danach 10 Monate im 500 Liter Fass gelagert (3. und 4. Befüllung).

www.weingut-gebeshuber.at

Karl Schnabel, Sausal

Gegen den steirischen Trend hat Karl Schnabel beschlossen vor allem Rotweinsorten anzupflanzen: Zweigelt, Blaufränkisch und Pinot Noir. Die Böden des Sausals bestehen aus silikatischem Urgestein und sind kalkfrei, da diese nicht vom Urmeer überflutet wurden. Aus diesem Ausgangsgestein sind durch Verwitterung schiefrige Böden entstanden. Durch den hohen Gesteinsanteil sind die Böden sehr luftig und wärmespeichernd. Den Pinot aus dem Weingarten Koregg heben wir besonders hervor: keine Zugabe von Schwefel oder anderen Zusatzstoffen, keine technische Manipulation, offene Maischevergärung in Bottichen, kein Einsatz von Maischepumpen, Ausbau in Eichenfässern, händisch in kleinen Chargen abgefüllt.

www.karl-schnabel.at

Weingut Sepp Moser, Kremstal und Neusiedlersee

95 Prozent der Kremstaler Weingärten von Winzer Niki Moser sind in den Terrassenlagen mit Weißweinsorten bestockt – allen voran Grüner Veltliner und Rieslin. Die einzige Ausnahme bildet der Pinot Noir in der Riede Gebling. Die Philosophie in den Weingärten setzt sich im Keller des Rohrendorfer Atriumhauses fort. Die Vergärung der Weine verläuft ausschließlich spontan, auf Enzyme und kosmetische Eingriffe wird bewusst verzichtet. Gärung: im 2500 Liter Holzfass, Pigeage (manuelles Untertauchen der Maische), 14 Tage Maischekontakt.

www.sepp-moser.at