Untouched: Mit diesem Wein definiert Kienesberger "Low Intervention" neu

Alle staunen! Noch nicht im Verkauf, aber schon in aller Munde! Der "Untouched" 2021 von Armin Kienesberger markiert einen Meilenstein der Low Intervention-Weine. Denn: In der Herstellung wurde auf jegliche maschinelle Unterstützung verzichtet.
Dieser Wein wurde weder gerebelt, gepresst, gepumpt, filtriert, noch maschinell gefüllt – kurzum: es gibt einen totalen Verzicht auf Maschine und Stromeinsatz, vom Weinstock bis zur Flasche! Die Rede ist von Armin Kienesbergers “Untouched” 2021. Die besondere Herangehensweise bei der Weinbereitung macht den Wein zu einer neuen Benchmark für Low Intervention-Weine. Mehr noch: Kienesberger schlägt damit sogar ein neues Kapitel auf. “2021 keimte in mir die Idee, einen Wein zu schaffen, den es so meines Wissens noch nicht gab oder gibt – weder von der Machart noch von der Stilistik”, erzählt er. “Von der Weinlese bis zum fertigen Produkt sind 40 Monate vergangen, und ich denke, jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um den Wein auf den Markt zu bringen.”

Nach der selektiven Handlese mit Freunden und Familie wurden die Trauben samt Kämmen mit den Füßen angequetscht und dann mit Händen und Kübeln in einen Edelstahltank geschichtet. Dieser ist in der Mitte mit einem Niro-Sieb samt Verbindung zum Ablaufhahn ausgestattet. Mit jedem Lesetag kam eine neue Rebsorte auf die vorhandenen Traubenschichten dazu. Nach jeweils sieben Tagen wurde der schon gärende Most durch das Gewicht des letzten Lesegutes über das Sieb in einen neuen Tank gedrückt. Das Verhältnis Beerenhäute, Stielgerüst, Fruchtfleisch, Kerne zu Saft wurde dabei immer größer. Dieser Kontakt über mehrere Wochen war die Basis für eine intensive Konzentration an Gerüchen und Geschmäckern, die diesen Wein prägen. Nach Ende der Gärung lagerte der Wein ein Jahr auf der Hefe, anschließend Umzug mittels Schwerkraft in gebrauchte Barriquefässer für ein weiteres Jahr, ehe die Fässer wieder vereint wurden. Gefüllt und gekorkt wurde wieder mit Höhenunterschied und den fleißigen Händen von Kienesberger Familie. Das Ergebnis: “Tiefe Ruhe, gepaart mit viel Leben und voller Kraft. Ein zufrieden schlafender Riese mit einer vibrierenden und bebenden Aura eines wohlbehütenden glücklichen kleinen Kindes – mit einem langen Leben vor sich und zufriedenem, innerem Strahlen.” Wie alle Kienesberger Weine kommt auch “Untouched” gänzlich ohne Zugaben, Korrekturen, Klärung, Schönung, Schwefel und Filtration aus.

Ein paar ausgewählte Sommelièren und Sommeliers sowie weitere Weinexpert:innen durften “Untouched” bereits vorab probieren, darunter Rene Antrag (Steirereck), Katharina Gnigler (Bootshaus), Ivanna Kuspita, Aleks Zecevic (Wine Enthusiast), Clemens Mally, Stefan Kapeller (Weinod), Petra Bader, Jürgen Schmücking (Gault&Millau Chief Inspector), Alexander Rabl, Phillip Braun (Oberösterreichische Nachrichten), Bernhard Degen (Gault&Millau), Daniela Dejnega (Gault&Millau) und Wolfgang Schedelberger (Lust & Leben). Ihre Begeisterung ist durchwegs groß – siehe Feedbacks weiter unten – und auch Armin Kienesberger zeigt sich mit der Entwicklung in der Reifephase mehr als zufrieden: “Nach einem Jahr der Flaschenreifung ist diese verrückte Idee für mich als sehr gelungen zu bezeichnen. Vor vier Jahren hat die Reise mit dem Rebschnitt begonnen, viel Ausdauer, Emotionen und Geschichten begleiteten uns über die Jahre bei jeder Arbeit mit unseren Händen. Die Anstrengungen haben sich bezahlt gemacht, unsere Energie und Leidenschaft schwingt in diesem Wein mit. Unser Ziel, die unverfälschte Handschrift zum Ausdruck zu bringen, um alle Facetten von Terroir und den Menschen dahinter spürbar zu machen, haben wir erreicht. Hoffentlich berührt er nicht nur uns und löst gute Gefühle und Emotionen aus.”
UNTOUCHED 2021
12% Vol.
7 Sorten, 7 Lesetage, 7 Tage whole bunch
1 Jahr auf der Hefe, 1 Jahr Holzreife, 1 Jahr Flaschenreife
777 Flaschen, davon 700 Bouteillen und 77 Magnums
25% Rotwein: 4% PN, 7% RL, 14% BZ
75% Weiß: 11% SB, 18% PB, 21% GV, 25% MT

Und das sagen die Weinprofis:
“Vor einigen Tagen habe ich den Untouched 2021 geöffnet und im Lauf von drei Tagen ausgetrunken. Am 2. und 3. Tag schmeckte er mir am besten, da hatte er aromatisch nochmals zugelegt. Die Frucht spielte für mich zwischen Hagebutten und Sanddorn, dazu angenehm blättrige Noten und feine Würze. Leichtfüßig, aber mit Tiefgang, sehr feiner Trinkfluss und alles in Balance, ganz sanfte Tannine. Hat wirklich Freude gemacht.”
Daniela Dejnega, Gault&Millau
“Sehr spannender Wein, trifft den Zeitgeist, Rotwein und Weißwein – coole Sache, Qualität sehr hoch. Zwiebelrot mit Bernsteinreflexen, Hagebutte, Gewürze, Lavendel, Thymian, Umami, Erdig, Waldaromen, Vogelbeere, reife Orange. Zug, Engmaschig, Struktur, Lebendig, wohltuend. Eine neue Kategorie von Wein, komplexer als manche Naturweine, sehr hochwertig.”
Petra Bader, KALK&KEGEL Weinjournalistin & Sommelière
“Vielen Dank für Dein Vertrauen und gratuliere zu Deinem Untouched. Da ist Dir wirklich etwas Besonderes gelungen, die Idee, die Philosophie, die Machart – alles einzigartig. Hier meine Notizen: Helles Granatrot, ziegelfarben, in der Nase Grenadine, Vogelbeer, Wermut, reife Erdbeeren, Majoran, Pastinake, am Gaumen Tabak, trocken+, straff, tolle Tanninstruktur, blutig, mineralisch, jodig; vielschichtig, komplex, aber nicht kompliziert, ein Herzwein, kein Kopfwein.”
Bernhard Degen, Gault&Millau
“Hellrote Frucht, überreife Orange mit Schale, Pfeffer, grüne Nuss, Vogelbeere. Frisch, offen, brutal karg – wird nach dem Bad in der Karaffe immer charmanter. Im Mund überaus animierend, dabei leicht phenolisch und druckvoll am Gaumen. Für mich ist das ein grandioser Wein für eine Weinbegleitung.”
Clemens Mally, Weinjournalist
