Braunstein: Weinkompetenz ist eine wertvolle Investition

Braunstein: Weinkompetenz ist eine wertvolle Investition

Birgit Braunstein ist überzeugt: Wer keine gute Weinkarte hat, verliert Gäste. Deshalb setzt sie sich auch in kleinen Lokalen für eine kompetente Weinschulung ein. Wie das funktionieren soll, schreibt sie hier in ihrem Kommentar.

Gutes Weinpersonal muss man sich als Gastronom:in bzw. Betreiber:in eines Gastronomiebetriebs leisten wollen und können. Junger, talentierter Nachwuchs strömen peu à peu in die Branche und das ist gut so. Es besteht die Hoffnung, dass diese Menschen den gastronomischen Mittelbau und Kleinbetriebe inspirieren und beflügeln, in Weinkompetenz zu investieren. 

Eine Weinkarte ist immer Spiegelbild der Weinkompetenz des jeweiligen Hauses und gleichzeitig ein Marketinginstrument mit Chancen und Stolpersteinen. Hat man eine Weinkarte: Chance! Hat man keine Weinkarte: Stolperstein. Wehrt man sich gegen eine, verliert man tatsächlich potenzielle Kund:innen noch vor Betreten des Gastraumes. 

Eine Weinkarte ist die Visitenkarte jedes noch so kleinen Betriebs. Sie hilft dem Service und bringt Umsatz, wenn sie einem Konzept folgt. Eine Weinkarte fungiert wie eine Speisekarte als Schnittstelle zwischen Gastgeber:in und Gästen. Für mich ist sie ein Schaufenster in den Betrieb, eine Imagegeberin und kann zeitgleich ein maßgebliches Kommunikationsmittel samt Point of Sales sein. Dafür braucht es nicht zwingend einen großen Weinkeller oder einen hochdotierten Sommelier bzw. Sommelieré. Die Initiative, das eigene Servicepersonal mit Hilfe von Schulungen mit Weinkompetenz auszustatten, ist ein guter Anfang und selbst wenn das Dorfbeisl ums Eck nur fünf attraktive Weine im Repertoire hat, wird eine Win-win-Situation für Betreiber:in und Gast entstehen. Davon bin ich überzeugt.

*Aufgezeichnet von unserer Autorin Tina Veit-Fuchs