Bastian und Christian Kaltenböck und Söll

Weingut: Weingut NeueHeimat Ort: Steiermark

Ob der Holländer da sei, war zweifellos jene Frage, die NeueHeimat Weingutsleiter Bastian Kaltenböck in den letzten Jahren am häufigsten beantwortet hat. Der Holländer, das ist Ton Goedmakers, der in den 1990er Jahren Bastians Vater Uli Kaltenböck an einer Hotelbar in Lech am Arlberg kennenlernte und sich mit ihm 2009 den Traum vom gemeinsamen Weingut am Sernauberg in der Südsteiermark erfüllte. Der ursprüngliche Name des Weinguts: Goedwinemakers. 2022 entschied sich das Team rund um Bastian und Kellermeister Christian Söll jedoch für eine Namensänderung.

 

„NeueHeimat spiegelt die Seele unseres Betriebs wider. Der Name steht für die Menschen hinter den Weinen, die Verbundenheit zueinander und zu diesem Ort. Gemeint sind aber nicht nur die „zugereisten“ Gründerfamilien Goedmakers und Kaltenböck, sondern auch deren langjährige Mitarbeiter:innen aus unmittelbarer Nachbarschaft. Sie entstammen fast alle aus Winzerfamilien, haben jedoch aus unterschiedlichsten Gründen nicht in den eigenen Betrieben, sondern bei uns ihre Wirkungsstätte gefunden. Ich selbst war früher Weltcup-Skispringer und habe hier komplett neu durchgestartet. Bei uns menschelt’s wirklich gewaltig!“ NeueHeimat steht zudem für die kontinuierliche Weiterentwicklung der Stilistik und Philosophie, die das Team vollzogen hat. „Die Weine waren immer schon auf hohem Niveau. Dennoch dauert es, bis man den Mut entwickelt, eigene Wege zu beschreiten.“

Dass NeueHeimat mittlerweile zu einem ernstzunehmenden Weingut herangewachsen ist, steht außer Frage. Seit 2020 ist das Weingut biologisch zertifiziert, seit 2023 wird nach biodynamischen Richtlinien gearbeitet und seit 2024 befindet sich der Betrieb offiziell im Demeter-Umstellungsprozess. „Wir arbeiten regenerativ, setzen auf Biodiversität, wollen Lebensräume und ein funktionierendes Umfeld für unsere Weine schaffen. Momentan erfreuen wir uns am Nachwuchs unserer Schafherde – die tierische Seele am Hof tut einfach gut.“ Im Keller wird spontanvergoren und die Weine ungeschönt, mit minimalem Schwefeleinsatz und unfiltriert abgefüllt, „mit der Konsequenz, dass wir aus Südsteiermark DAC aussteigen mussten, auch wenn wir es eigentlich nicht wollten. Wenn jedoch im Keller ohne Hilfsstoffe und Eingriffe gearbeitet wird, ist es zurzeit fast unmöglich, die damit verbundene geschmackliche Erwartungshaltung zu erfüllen. Dieser Schritt war somit wichtig, um noch befreiter und kompromissloser unseren Weg gehen zu können.“

 

Daran wollen Bastian und sein Team auch in Zukunft weiterarbeiten: Die Weine sollen ihre Herkunft Sernau klar erkennen lassen, den Boden, das elegant-Fruchtige, das Salzige. „Wir wollen keine austauschbaren, sondern individuelle und lebendige Weine schaffen. Und im besten Fall schmeckt man auch immer diese Emotion, die hinter NeueHeimat steckt.“

  • Größe: 11 Hektar Fläche (davon 6 ha Eigenfläche direkt am Weingut, 5 ha langfristige Pacht, 300m Luftlinie entfernt); beide Flächen in Sernau mit sehr ähnlichen Terroirbedingungen.
  • Wichtigste Rebsorten: Sauvignon Blanc, Muskateller und Burgundersorten (Morillon, Weißburgunder, Grauburgunder) und Pinot Noir ist eine kleine, feine Spezialität des Hauses.
  • Zertifizierungen: Bio Austria zertifiziert seit 2020. Arbeiten seit 2023 nach den biodynamischen Richtlinien von Demeter, seit 2024 offiziell im Demeter-Umstellungsprozess.
  • Arbeit im Weingarten: Ansatz der regenerativen Landwirtschaft, Biodiversität spielt demnach eine ganz große Rolle. Verzicht auf Kunststoff/Plastik im Weingarten, wo möglich (daher zum Beispiel auch keine Hagelnetze). Handlese! Hier noch ein paar detailliertere Infos dazu: Wie wir leben und arbeiten
  • Arbeit im Weinkeller: I.d.R! Schwefelfreie Vinifikation der Weine. 100% Spontangärung und biologischer Säureabbau. 1 Jahr auf der Vollhefe. Danach Abzug und ein weiteres halbes Jahr (INTUITION) bzw. 1,5 Jahre auf der Feinhefe (RESONANZ, CHARAKTER). Erste Schwefelung kurz vor der Füllung der Weine, i.d.R. zwischen 7,5 und 20 mg/l). Ungeschönt. Unfiltrierte Abfüllung. „Klassischer“ Muskateller im Stahltank. Sauvignons i.d.R. 1/3 im großen Holzfass und 2/3 im Stahltank. „Burgunder“ (immer Fieldblends aus Morillon, Weißburgunder, Grauburgunder) 100% im Holzfass. Mehr Infos zum Ausstieg aus dem DAC und zu unseren Weinlinien hier: Die eigene Essenz bewahren
  • Fässer: 300 – 1000 Liter Fässer, französische Eiche (Pauscha, Remond), größtenteils 500 Liter.
  • Exportanteil: Momentan ca. 50%, tendenziell wachsend.
  • Händler in AT: VorReither, Weinstein Finewine (Dornbirn)

Weinbesprechung  Bastian und Christian Kaltenböck und Söll
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