Birgit Braunstein

Weingut: Braunstein Ort: Burgenland

Statt A sagt sie lieber B – B wie Birgit, B wie Braunstein, B wie Blaufränkisch, B wie Biodynamie. Sogar ihr Dasein als Winzerin war ursprünglich nur Plan B. Birgit Braunstein studierte BWL, war an Unternehmensberatung in der Tourismus- und Gastrobranche interessiert. „Der Bürojob war ein wichtiger Irrweg“, sagt die Naturverliebte heute. 1995 übernahm sie das Weingut ihrer Eltern und sieht ihre Verpflichtung seither ganzheitlich. „Man kann sich hinstellen, Wein machen und sagen, hier habt ihr ein alkoholisches Getränk – kommt und besauft euch. Mein Zugang ist ein anderer: Das Produkt Wein ist für mich ein Mittel, um Menschen emotional zu berühren und ihnen schöne Momente und eine Auszeit zu schenken“, kommentiert die Burgenländerin. Ihre Zwillingssöhne Felix und Max, die Braunstein Brothers und wenn man die Mama fragt, „echte Vollgastypen“, stellten die Biodynamie gar nie in Frage und setzen mit ihren Initialen die verwobenen B’s des mütterlichen Weingut-Embles fort.

Zwischen oben und unten

Seit einigen Jahren bietet Braunstein Qigong-Wanderungen durch ihre Weingärten an und sieht darin wesentliche Parallelen zum Weinbau. „Der Mensch ist verwurzelt und strebt gleichzeitig nach oben. Nichts anderes tut der Rebstock zwischen Himmel und Erde.“ Die bestmögliche Unterstützung jeder Bodenbeschaffenheit und jedes Rebenalter ist das Leitmotiv der leidenschaftlichen Seglerin. „Das ist Identifikation mit Wein.“ Zum Familienbetrieb Braunstein gehört auch ein Restaurant, das Birgits Bruder Paul mit seiner Gattin Alexandra leitet.

 

  • Größe: 22 Hektar (20 Hektar Weingarten, 2 Hektar Ausgleichsflächen)
  • Wichtigste Rebsorten: Blaufränkisch, weiße Burgunder
  • Zertifizierung: Bio (seit 2006), Biodynamisch (seit 2009), Demeter-zertifiziert
  • Wichtigste Lagen: Leithagebirge mit den wichtigsten Lagen Goldberg, Felsenstein, Sonnenberg, Thenau
  • Wichtigste Böden: Muschelkalk, Gneis, Glimmerschiefer, Lehm, kristalliner Quarz, Urgestein
  • Arbeit im Weingarten: biodynamische Bewirtschaftung nach Demeter, düngender Kompost stammt vorwiegend von den eigenen Tieren, bewässerungsfrei
  • Arbeit im Keller: spontan vergoren, kaum Eingriffe ins Geschehen des Weinwerdens; Lagerung im 400 Jahre alten Keller; Weißweine bis zu 6 Monate auf der Hefe; klassischen Rotweine 1 Jahr im großen Holzfass, Barrique-Weine bis zu 2 Jahre im kleinen Eichenfass.
  • Fässer: Akazienholz aus der Region, Barrique-Fässer aus französischer Eiche – beschriftet mit emotionalen Begriffen wie „Freude“, „Liebe“, „Frieden“, „Glück“, „Fülle“; außerdem Amphore und Stahltank
  • Exportanteil: 60-65% weltweit (außer Afrika)
  • Händler: Morandell, Transgourmet, Delfabro, Wein & Co
Weinbesprechung  Birgit Braunstein
  • Blaufränkisch muss nicht immer im Holz liegen, dieser kommt aus der Amphore. Beerig, saftig, toll eingebundener Gerbstoff. Animierend. TRINKEN!

    Blaufränkisch Magna Mater aus der Amphore
    2016

  • Burgunder-Style! Dunkelbeerig und würzig, harmonisch am Gaumen. Spiegelt den Leithaberg perfekt wider.

    Blaufränkisch Ried Glawarzinza Leithaberg
    2018

  • Hier zeigt die Region, was mit Weißburgunder möglich ist! Satte Mineralik, leichte Frucht und nussiger Gerbstoff. Der macht jedem Spaß!

    Brigid, Pinot Blanc
    2018

  • Eleganter Chardonnay, mineralisch am Punkt. Dieser Wein spielt ganz, ganz vorne mit. Cremig und mit feiner Säure.

    Chardonnay Ried Thenau
    2018

  • Verspricht viel und hält alles: Ein Parade-Chardonnay aus dem Leithaberg, mineralisch, fruchtig und exotisch. Viel Schmelz am Gaumen.

    Chardonnay Ried Guttenberg Leithaberg
    2019

  • Ein Top-Blaufränkisch, perfekt gereift. Dieser Wein spiegelt die gute und saubere Arbeit von Birgit Braunstein wider. Muss auf jede Karte!

    Blaufränkisch Ried Thenau
    2013

Beiträge  Birgit Braunstein