Odinstal: Das Erfolgsgeheimnis des Kult-Weinguts
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Andreas Schumann

Weingut Odinstal
Odinstal: Jenseits des Weingartens
Andreas Schumann führt Odinstal als biodynamisches Wunderding zwischen ungezähmter Natur und behutsamer Kultivierung.
Weingut Weingut Odinstal
Ort Rheinland-Pfalz

Andreas Schumann ist einer der begnadetsten Biodynamiker Deutschlands, das von ihm geführte Weingut Odinstal ein Wunderding zwischen ungezähmter Natur und behutsamer Kultivierung. Sein Geheimnis liegt dabei jenseits der Rebstock-Parzellen.

Bei Andreas Schumann reichen die einfachen Fragen, um zu verstehen, dass hier ein eigener Kopf am Werk ist – einer, dem es um mehr geht als nur um ertragreiche Rebstöcke. Nehmen wir die – eigentlich ziemlich langweilige – Hektarfrage. Schumanns Antwort ist aber alles andere als langweilig, denn sie lautet: „Zehneinhalb Hektar Weinberge, vier Hektar Wiesen und sieben Hektar Wald.“ Abgesehen davon, dass diese Antwort ein Dutzend weiterer Fragen aufwirft, zeigt sie, wie ganzheitlich der Mastermind des pfälzischen Kultweinguts Odinstal Weinbau denkt. Sie lässt zudem erahnen, warum er heute als einer der begnadetsten, aber auch penibelsten Biodynamiker Deutschlands gilt. Rund um dieses ehrwürdige Gutshaus oberhalb von Wachenheim hat Schumann ein faszinierendes Gleichgewicht zwischen ungezähmter Natur und behutsamer Kultivierung geschaffen. Wuchernde Gräser, Gebüsche, regelmäßige Besuche von Reh- und Schwarzwild aus dem angrenzenden Wald sowie seltene Insektenarten gehen hier eine fast mystische Einheit mit Riesling- oder Weißburgunder-Parzellen ein, die ohne Zweifel einige der aufregendsten Weine der Pfalz hervorbringen. Seit 2024 bewirtschaftet Schumann außerdem im nahegelegenem Herxheim gut fünf Hektar „großes historisches Pfalz-Terroir“, wie er sagt – darunter den Clos „Garten“, der auch mit Spätburgunder bepflanzt ist. Da wie dort setzt Mr. Odinstal auf aufwändige Handarbeit: Der sanfte Rebschnitt garantiert, dass die Reben gesund bleiben, das Holz geschont wird und die Trauben ihr volles Potenzial an Aroma und Qualität entfalten können. „Und durch das intensive Ausbrechen entfernen wir viele der jungen Triebe im Frühjahr, um die Balance im Rebstock und damit die Qualität zu optimieren“, so Schumann. Es ist eine Qualität, die sich ihren eigenen Weg leisten kann, die sich nicht an konventionelle Geschmacksprofile anbiedern muss, weil die Magie dieses Ortes durch die minimalinvasive Kellerarbeit ihren direkten Weg in die Flasche findet. Vielleicht ist es das, was die Odinstal-Weine so groß macht: dass sie mehr erzählen, als ein Weingarten jemals könnte.

 

  • Größe: 10,5 ha Weinberge, 4 ha Wiesen, 7 ha Wald
  • Rebsorten nach Fläche: Riesling, Spätburgunder, Weißburgunder, Auxerrois, Chardonnay, Gewürztraminer
  • Zertifizierungen: Demeter, EU-Bio, Fair Choice
  • Lagen: In Wachenheim: Odinstal Monopol (VDP.GROSSE LAGE); in Herxheim: Himmelreich (VDP.GROSSE LAGE), Honigsack (VDP.Erste Lage)
  • Weinbergsarbeiten: Vorbildliche biodynamische Arbeit, sanfter Rebschnitt, intensives Ausbrechen, Laubschnitt nur wenn unabdingbar, Ernte selektiv von Hand, oft in mehreren Durchgängen
  • Arbeiten im Keller: Alle mikrobiologischen Prozesse laufen spontan ab, Zeit als entscheidender Faktor. Spätburgunder überwiegend Wholebunch. Filtration und Schwefel nur nach Bedarf und sehr vorsichtig.
  • Fässer: Gebrauchte Barriques für die Spätburgunder, Holzfässer zwischen 300 und 1200 Liter für die Sektgrundweine und Rieslinge aus Herxheim. Überwiegend Edelstahl für die Weine aus Wachenheim.
  • Exportanteil: ca. 1/3
  • Händler: Vinaturel (in DE und AT)
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Weine

  • Reduktiv und eigenständig: Haselnuss, Mandel, Kräuterwürze. Markante Säure, feiner Bitter-Twist, viel Reifepotenzial.

    2023 ODINSTAL MONOPOL Weißburgunder GG
    2023

  • Spätburgunder mit Kante: Sauerkirsche, dunkle Beeren, ein Hauch Pfeffer. Straff, juicy, feines Tannin, kühler Zug.

    2024 Honigsack Spätburgunder 1G
    2024

  • Die Höhe steht am Etikett: Limette, heller Pfirsich, steinige Würze. Straff gebaut, vibrierend frisch, lange da.

    2024 Riesling 120 N.N.
    2024

  • Birne, weißer Pfirsich, feine Nussigkeit. Cremig, aber straff, elegante Säure, mineralisches Finish. Höhenluft hilft.

    2023 Weißburgunder 350 N.N.
    2023

  • Tertiär im Namen, Boden im Glas: Zitrus, Steinobst, kühle Mineralik, straffe Säure. Präzise, saftig, mit viel Zug.

    2024 Riesling TERTIÄR
    2024

  • Rauch und Schießpulver in der Nase, gute Perlage, ein leichter Zuckerspitz am Ende. Sekt mit Ecken – im besten Sinn.

    2022 Riesling Brut Magnum
    2022

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