Frank Schindler

Weingut: Weingut Esterhazy Ort: Burgenland

Seit 2019 wird am Weingut Esterhazy an vielen Schrauben gedreht. Frank Schindler verantwortet als Geschäftsführer seit 2019 die strategische Neuausrichtung, der Önologe Robert Krammer gilt als filigraner Meister seines Fachs und seit 2022 neu an Bord als Vertriebsleiter ist Wolfgang Hewarth. Es ist jener Mann, der mehr als zehn Jahre lang an der Seite von Alwin Jurtschitsch werkte und das Weingut Jurtschitsch mit zu einem der angesehensten Naturweingüter der Welt formte. Nun gilt es 65 Hektar aus sechs unterschiedlichen Dörfern der DAC-Region Leithaberg auf neue Schienen zu bringen.

 

Die gemeinsame Vision steht: Die ausgezeichneten Lagen am Leithaberg für Weine zu nutzen, die eine klare Handschrift tragen und geprägt sind von der Herkunft. „Wir wollen die Welt nicht neu erfinden. Aber seriös und unaufgeregt an unseren Zielen arbeiten.“ Die Ausgangsposition ist vielversprechend. Von Ried Oberer Wald über Ried Schildten bis Ried Lamer wachsen die Rebstöcke auf Muschelkalk und Schiefer-Böden, werden mit Pannatura Bio-Kompost gedüngt und seit 2019 nach biologischen Richtlinien bearbeitet.

Auch im Keller wird die Gretchenfrage gestellt: „Welche Hülle braucht der Wein, um Herkunft am besten zum Ausdruck zu bringen?“ Aus den Esterhazy Wäldern stammt die Leithaberg-Eiche, aus denen Fässer mit einem Volumen von 225 Litern bis zu 5500 Litern gebaut werden. Ganz nach dem Motto: „What grows together goes togehter“. Aber damit nicht genug: Auch Beton, Ton, Keramik und Granit werden am Weingut Esterhazy mit Wein befüllt. Aufgrund der positiven Erfahrungen mit modernem Faserbeton hat man die derzeit größten 3800-Liter Betoneier der Welt aus eigenem Paulibergbasalt (Mittelburgenland) produzieren lassen.

 

Der Wandel am Weingut Esterhazy wird im Vinifizieren konsequent durchgezogen. Seit 2020 werden die Weine spontan vergoren. Blaufränkisch, Pinot Noir, Furmint und Chardonnay – Gebietstypisch und passgenau für den neuen Stil, der der Herkunft verpflichtet ist. Mit einer neuen Linie wird am Zahn der Zeit gefühlt. Unter dem Namen Projektweine wird auch mal Unfiltriertes abgefüllt. „Wir nehmen es uns heraus zu experimentieren.“ Genau diese Experimente sind Türöffner und finden sich auf den Weinkarten von Steirereck bis TIAN. Der neue Stil scheint also aufzugehen. Vielleicht sogar gerade weil man den Prozess abbildet. „Wir wollen die Geschichte entstauben ohne sie zu verleugnen. Denn in unserer Herkunft sind wir verankert. Ihr bleiben wir treu. Sie ist der Grundstein unserer Philosophie.“

  • Größe: Das Weingut bewirtschaftet insgesamt 65 Hektar Weingärten in 6 Weinbaugemeinden: Eisenstadt, Großhöflein, St. Georgen, Oslip, St. Margarethen und Rust, alle Rieden befinden sich im Umkreis von 10 km um das Weingut herum.
  • Wichtigste Rebsorten: Pinot Blanc, Blaufränkisch, Chardonnay, Grüner Veltliner
  • Zertifizierungen: Bio (seit 2023 – biologische Bewirtschaftung seit 2019)
  • Wichtigste Lagen: St. Georgener Ried Schildten (Kalksandstein), St. Margarethener Ried Lamer (Glimmerschiefer), Ruster Ried Oberer Wald (Leithakalk)
  • Arbeit im Weingarten: biologische Bewirtschaftung, keine Bewässerung, sanfter Rebschnitt, eigene Kompostproduktion
  • Arbeit im Keller: schonende Traubenverarbeitung, Spontangärung, lange Hefelagerung, minimale Schwefelzugabe
  • Fässer: Stockinger Fässer aus eigenen Leithaberg-Eichen von 225 Liter bis 2000 Liter, 3800 Liter Beton-Eier aus eigenem Pauliberg-Basalt, Granit- & Basaltfässer, verschiedene Amphoren
  • Exportanteil: 80 % (18 Länder)
  • Händler in Österreich: Wein Wagner, Del Fabro

Weinbesprechung  Frank Schindler
Dem Winzer sind keine Weine zugeordnet
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