Hans Peter und Maximilian Topf

Weingut: Weingut Topf Ort: Niederösterreich

Die individuelle Handschrift des Winzers spielt am Weingut Topf seit jeher eine große Rolle – sie mache den Wein unverwechselbar, wie Hans Topf einst sagte. Der Kamptaler Spitzenwinzer hat das Weingut seiner Familie 1990 übernommen und auf seine heutige Größe von 50 Hektar ausgebaut. Als Mitglied der Österreichischen Traditionsweingüter waren und sind ihm seine Strasser und Zöbinger Top-Rieden wie Offenberg 1ÖTW und Gaisberg 1ÖTW ein persönliches Anliegen. Seit 2023 ist Hans Topf nun in Pension und mit seinen Söhnen Hans Peter und Maximilian die fünfte Generation am Ruder. Beide sind seit 2014 im Betrieb tätig und vinifizieren seit damals auch ihre eigenen Lagenweine, die mit den Initialen „HP“ und „M“ gekennzeichnet sind. Wie aber lassen sich drei Handschriften in einem Weingut vereinbaren?

 

„Der rote Faden ist der späte Erscheinungszeitpunkt. Wer einen Topf-Wein in Händen hält, kann davon ausgehen, dass er trinkreif ist. Wir haben einen großen Keller und den nutzen wir auch. Das war auch unserem Vater immer wichtig. Und dass der Lagencharakter im Vordergrund steht“, erklärt Hans Peter. Sein Bruder Maximilian ist für die Weingärten verantwortlich, er selbst für den Vertrieb. Im Keller treffen beide aufeinander. „Orts- und Gebietsweine machen wir gemeinsam, die Lagenweinen teilen wir uns auf.“ Seit 2020 setzt das Duo auf biologische Bewirtschaftung, wobei bereits ihr Vater ab der Jahrtausendwende erste Versuche gestartet hat, „bloß hat die Manpower gefehlt“.

Eingriffe in die Natur und im Keller erfolgen nur bedingt und gezielt. Jeder Jahrgang darf seinen Charakter haben. Vinifiziert wird mit wenig Reduktion und langem Hefekontakt. „Wir nivellieren nicht, wollen aber den Jahrgang und die Lage hervorkehren. Unser Vater hat sehr ausdrucksstarke Weine gemacht. Diesen Stil wollen wir beibehalten, aber filigraner werden.“ Bereits jetzt arbeitet Maximilian bei Riesling bevorzugt mit Ganztraubengärung, längeren Maischestandzeiten und bringt auf diese Weise aromastarke Weine hervor. Hans Peter hat sich hingegen dem Pinot Noir verschrieben und in den vergangenen Jahren sukzessive die Richtung geändert: Statt auf altes Holz und intensive Würze setzt er auf neues Holz und eine leichte Phenolik. „Wir führen ein sehr traditionelles Weingut, wollen aber dennoch unsere eigene Handschrift zeigen – und dass man aus der Region auch andere Stile hervorbringen kann.“

  • Größe: 50 Hektar
  • Wichtigste Rebsorten: Grüner Veltliner, Riesling, Chardonnay, Pinot Noir
  • Zertifizierungen: Biologisch, Österreichische Traditionsweingüter
  • Wichtigste Lagen:
    • Strass: Wechselberg Spiegel 1ÖTW, Offenberg 1ÖTW
    • Zöbing: Zöbinger Gaisberg 1ÖTW, Heiligenstein 1ÖTW
  • Arbeit im Weingarten: biologische Bewirtschaftung seit 2020. Förderung der Biodiversität durch Begrünungsmischungen aus Leguminosen, Klee und Getreidearten. Kompostierung mit Stallmist. Keine tiefe Bodenbearbeitung. Verringerung Monokultur durch Pflanzung von Äpfel-, Marillen- und Pfirsichbäumen, Fauna: Steinkauz-Nistkästen, eigene Bienenvölker.
  • Arbeit im Keller: Nutzung Schwerkraft bei Traubenverarbeitung, schonende Most-Klärung durch Sedimentieren, lange Hefekontakte, Lagerfässer aus heimischen Eichenbeständen. Nutzung thermischer Zyklen, Weinsteinstabilisierung durch Ausfrieren in den Wintermonaten, Gärung in tiefen Erdkellern.
  • Fässer: heimische Eichenfässer von 225 bis 1250 Liter
  • Exportanteil: 60%
  • Händler: Morandell, Del Fabro, Wein Wolf, Wein&Co, Amann-Summer-Rieder, Getränke Wille

Weinbesprechung  Hans Peter und Maximilian Topf
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