Daniel Jaunegg

Weingut: Jaunegg Ort: Steiermark

Zwei Newcomer

„In den vergangenen Jahren haben wir uns stark entwickelt.“ 2016 begannen Daniel und seine Jasmin, ihre Weingärten biologisch zu bearbeiten. Nach dem herausfordernden Jahr 2018 mit jeder Menge Niederschlag war es dann 2019 soweit und das Weingut war offiziell in der Umstellungsphase. Jetzt ist der nächste Schritt geplant: Daniel befindet sich bereits in der Versuchsphase für biodynamischen Weinbau.

Zwei Werte stehen ganz oben auf der Liste: Zeit und dem Wein seine Natur lassen. Schonende Verarbeitung, spontane Vergärung und keine Zusätze sind Faktoren, die für diese Art Wein mit Eigenständigkeit die Basis sind.

Die Jauneggs arbeiten im Keller mit Edelstahltanks, wenn die Weine ihre Frische behalten sollen. Geschmeidigkeit bekommen sie in gebrauchten Holzfässern in unterschiedlichen Größen, so kann man sie besser atmen lassen. Dort lagern sie je nach Sorte und deren Ansprüchen 12 bis 36 Monate auf der Feinhefe. Alle Weine werden inzwischen ohne Filtration und mit geringer Zugabe von Schwefel gefüllt.

Nur wenn alle Faktoren perfekt zusammenspielen, nur wenn das beste Traubenmaterial geerntet werden konnte, stimmt das Entwicklungspotenzial dieser Weine mit Charakter.

Mineralisch und karg

Auf den Spitzenlagen Knily und Muri gedeihen charaktervolle, elegante und feingliedrige Sauvignon Blancs besonders gut. Auf diesen speziellen Lagen wachsen sie mit wenig Ertrag und kleinen, konzentrierten Beeren. Die kühlere Aromatik vom Eichberg schmeckt man in den meisten Jahren: „Dann ist der Wein mineralischer und karger“, sagt Daniel Jaunegg, „das macht den Wein am Eichberg aus.“

 

  • Größe: 9 Hektar
  • Wichtigste Rebsorte: Sauvignon Blanc
  • Zertifizierung: Bio (seit 2021)
  • Wichtigste Lagen: Muri (Sauvignon Blanc, Chardonnay), Knily (Sauvignon Blanc)
  • Wichtigste Böden: Durchgehend leichte, schottrige Sandböden mit relativ hohem PH-Wert (7,4 bis 7,6), also sehr kalkhältig.
  • Arbeit im Weingarten: 100 % Handlese; Händische und schonende Laubarbeiten, ertragsreduziert, biologische Bearbeitung.  
  • Arbeit im Keller: Kurze Maischestandzeiten von 2 bis max. 12 Stunden. Spontanvergärung, unfiltrierte Füllung, keine Schönung, maximal 20 mg/l Schwefel und das erst bei der Füllung.
  • Fässer: Edelstahltanks bzw. gebrauchte Holzfässer von österreichischen und französischen Herstellern (Alliez- und Vogesenhölzer, 300 bis 1500 l). 
  • Exportanteil: 15 Prozent
  • Händler: Schaeffer’s Selektion feiner Weiner, Getränke Wagner
Weinbesprechung  Daniel Jaunegg
  • Super Welsch! Knackige Säure, waxig, gereiftes Steinobst und eleganter Körper. Leicht und frisch, trotzdem druckvoll. Keine Zugabe von Schwefel.

    Welschriesling M      
    2019

  • Spannung pur zwischen grünem Paprika und eleganter Cremigkeit. Nicht zu laut, sondern elegant aromatisch. Eine Flasche ist schnell geleert.

    Sauvignon Blanc Eichberg
    2019

  • Ein Chardonnay, der perfekt das Terroir abbildet – säuredominant mit eleganter Würze. Fruchtfokussiert mit grünem Apfel. Leichtgewicht mit Charakter.

    Chardonnay Eichberg
    2019

  • TRINKFLUSS! Dafür sorgt der elegante Gerbstoff. Gelbfruchtig, vollmundig, mit rescher Säure und fescher Frische.

    Sauvignon Blanc Ried Muri „Spiesz“
    2017

Beiträge  Daniel Jaunegg