Jörg Bretz

Weingut: Jörg Bretz Ort: Niederösterreich

Nach Abitur, Winzerlehre und Studium zum Diplomingenieur für Weinbau und Kellerwirtschaft an der Weinfachhochschule in Geisenheim reist der gebürtige Deutsche Jörg Bretz um die Weinwelt. Er absolviert zahllose Praktika und sammelt Erfahrung. Vor allem fällt ihm auf, dass Wein ein Begleiter des Alltags sein kann. „Im mediterranen Raum ist ein Glas oder eine Flasche Wein zum Essen unerlässlich.“ Ein Gedanke, der ihn begleiten sollte. Zur Jahrtausendwende wird Jörg Bretz sesshaft, in Österreich.

Fast alle seiner 4,5 Hektar Weingärten befinden sich zwischen Neusiedl und Jois am Neusiedlersee. Des Blaufränkisch wegen hat sich der Winzer auch am Spitzerberg Weingärten geholt. In Weiß wachsen bei Bretz vor allem Weißburgunder und – aus der Tradition – Müller Thurgau. Ein Liebkind des Winzers ist Gemischter Satz. „Wirklich gemischt. Das hat es hier schon immer gegeben.“ Keiner seiner Rebstöcke ist jünger als 30 Jahre, die ältesten wurzeln seit 90 Jahren. „Ich bin auf alte Weingärten spezialisiert. Die Lagen sind mir dabei nicht ganz so wichtig.“

Den Winzer interessiert, welche Rebsorte auf welchem Boden und in welchem Kleinklima am besten bestehen kann. Er beobachtet und lernt. „Die Natur ist schlauer als der Mensch.“ Im Weingarten wird nur das Nötigste getan. Der Vorteil alter Weingärten sei laut Bretz, dass sie sich im Gleichgewicht befinden. Sie können mit den extremen Bedingungen und klimatischen Herausforderungen der Gegenwart besser umgehen. Dass sein Weingut biologisch zertifiziert ist, schreibt er nicht auf die Flaschen. Warum auch? Wenn der Wein schmeckt, steht er für sich und es bedarf keiner zusätzlichen Zertifikate auf der Flasche.“

 

Auch im Keller gilt das Prinzip des kontrollierten Nichtstuns. Die Weine werden naturgemäß spontan vergoren. Danach reifen sie ausschließlich in altem Holz. Mindestens 5 Jahre verbleiben sie im Fass. Nach der späten Füllung reifen sie in der Flasche weiter. „Meine Weine brauchen Zeit und ein bisschen Schwefel, mehr nicht.“

 

Jörg Bretz‘ Pragmatismus zieht sich durch alle Phasen des Weinmachens. Kompromisslos ist sein Anspruch daran Weine für den gedeckten Tisch zu machen. „Für mich steht der Wein zum Essen im Mittelpunkt. Das ist in Österreich und Deutschland immer noch Nebensache.“ Seine Weine sind jene gereiften Allrounder zum Essen, die ganz großes Lagerpotenzial mitbringen.

  • Größe: 4,5 Hektar
  • Wichtigste Rebsorten: Weißburgunder, Blaufränkisch, Gemischter Satz
  • Arbeit im Weingarten und Keller: Kontrolliertes Nichtstun, wichtig ist Zeit. Wenig Schwefel
  • Fässer: Holz
  • Exportanteil: 70%
  • Händler: Vinonudo, DERWeinladen

Weinbesprechung  Jörg Bretz
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