Gaisberg-Veltliner, wie ihn nur Hirsch macht: Apfel, Birne, Kräuter, salzige Mineralik. Elegant, leichtfüßig, lang.
Johannes Hirsch
Johannes Hirsch und die Natur stehen sich in puncto Eigensinn um nichts nach. Vielleicht funktioniert die Beziehung der beiden deshalb so gut. Die Harmonie und Verbundenheit überträgt sich jedenfalls auch auf den Wein.
Der ist seit der Umstellung auf Biodynamie ein charakteristisches Spiegelbild namhafter Kamptaler Lagen wie Grub, Heiligenstein und Gaisberg. „Es ist das Kamptal mit seinen Böden, seiner Vegetation, seinem Klima, das unseren Weinen ihren Charakter und ihre Eigenart gibt. Man könnte auch sagen: ihren Eigensinn.“ Der Begriff prägt das Weingut übrigens seit Generationen. Mit Eigenständigkeit, Verlässlichkeit und Weitsicht agierte schon Johannes’ Vater Josef, der unzugängliche Weingärten kaufte und ab 1979 mit natürlichem Kompost arbeitete. Johannes, der 1999 alle roten Sorten rodete und sich auf Grüner Veltliner und Riesling konzentrierte, setzte den visionären Weg seines Vaters fort: Er stellte auf Schraubverschluss um, als dieser noch verpönt war.
- Größe: ca. 30 Hektar
- Rebsorten: Grüner Veltliner, Riesling
- Zertifizierung: Biodynamisch (seit 2010), respekt-BIODYN (seit 2006, Gründungsmitglied)
- Wichtigste Lagen: Kamptaler-Top-Lagen Lamm 1ÖTW, Grub 1ÖTW und Renner 1ÖTW in Kammern, Ried Gaisberg 1ÖTW in Kammern und Zöbing, Ried Heiligenstein 1ÖTW in Zöbing, Ried Heiligenstein-Rotfels 1ÖTW in Zöbing
- Wichtigste Böden: Löss, Lehm, Gneis, Glimmerschiefer, Sandstein
- Arbeit im Weingarten: Biodynamische Bewirtschaftung, sanfter Rebschnitt nach Simonit & Sirch, Kompostdüngung seit 1979, hohe Stockdichte, ertragsreduzierende Maßnahmen, manuelle Lese in kleinen Kisten.
- Arbeit im Keller: Ganztraubenpressung, Spontangärung, lange Feinhefelagerung, späte Flaschenfüllung.
- Fässer: Edelstahltanks, Holzfässer aus österreichischer Eiche und Akazie
- Exportanteil: 50 Prozent
- Händler: Zahlreiche Weinhändler und Vinotheken verteilt in ganz Österreich, Liste online einsehbar