Gelbe Frucht trifft Zitruszeste und feine Würze. Klar, saftig, lebendig, mit schöner Textur und Zug nach hinten.
Stefanie & Alwin Jurtschitsch
Stefanie und Alwin Jurtschitsch waren ihrer Zeit schon immer voraus. Leise, aber konsequent veränderten sie vor mehr als 15 Jahren den Kurs des Weingut Jurtschitsch in Langenlois. Ohne äußere Anzeichen – die Etiketten blieben gleich – stellten sie die Weine grundlegend neu auf.
Statt internationalem Stil, Technik und Prestige rückten Herkunft und Zukunftsdenken in den Mittelpunkt. Stefanie und Alwin stellten Gewohntes infrage, verkleinerten den Betrieb und begannen, im Weingarten wie im Keller zu experimentieren. Typizität wurde zum Leitmotiv. Heute arbeitet das Duo noch gezielter und in die Tiefe, um das Potenzial des Kamptals weiter auszuloten. Selbst steile, schwer zugängliche historische Lagen, die andere meiden, werden von ihnen rekultiviert – „Museumsweingärten“, wie sie sie liebevoll nennen. Denn für Stefanie und Alwin ist Winzertum vor allem eines: Entdecken, Forschen und ein bewusster Schritt zurück zur Landwirtschaft.
- Größe: ca. 60 Hektar
- Wichtigste Rebsorten: Grüner Veltliner, Riesling, Chardonnay, Zweigelt, Pinot Noir, St. Laurent
- Zertifizierung: Regenerativ-organic (ROC seit 2023), Biologisch (seit 2009), Österreichische Traditionsweingüter (seit 1992, Gründungsmitglied), ECOnGOOD – Gemeinwohl-Ökonomie
- Wichtigste Lagen: Langenlois: Loiserberg, Käferberg, Dechant; Zöbing: Heiligenstein, Heiligenstein – Steinwand; Kammern: Lamm
- Wichtigste Böden: Glimmerschiefer, Löss/Lehm, Gneis/Amphibolit/Kalk, Wüstensandstein
- Arbeit im Weingarten: Regenerativ, Biologisch, Handlese, Komposttees, Diversität durch Begrünungen, Nützlingswiesen und Agroforestry sowie traktorfreie Flächen mit Pferdebewirtschaftung, eigene kleine Schafherde
- Arbeit im Keller: Minimale Interventionen. Lagenweine werden im großen Holzfass spontan vergoren. Sämtliche Weine bleiben bis zur Füllung auf der Vollhefe, keine Batonnage, moderate Schwefelgabe.
- Fässer: Edelstahltanks, österreichische Eichenfässer, Keramikeier
- Exportanteil: ca. 35 Prozent
- Händler: Auf Anfrage