Stefan Rosner hat die Neugierde gepackt. Biodynamische Präparate, low intervention Weine, PIWI-Sorten und nordöstlich ausgerichtete Weingärten: Der Kamptaler Bio-Winzer führt die jahrzehntelange Familientradition auf seine Weise fort.
Allen voran mit seiner Naturweinlinie „Wildrose“, die mit wenig Schwefel und ohne Filtration auskommt. Trotz aller Experimentierfreude will Rosner die Frische und Kühle des Kamptals in seinen Weinen jedoch bewahren, sei es im DAC, Rotwein oder Wildrose. „Lebendig, authentisch und kontrastreich – unsere Weine sind ein Abbild der Region, das wir unverfälscht in die Flasche bringen.“ Langfristig will Rosner mit großen Holzfässern und längerer Hefelagerung arbeiten. Der Familien-Gewölbekeller in Langenlois ist tief in den Löss gegraben und bietet dazu ideale Lagerbedingungen bei konstanten 11 °C. Alte Traditionen werden hier hochgehalten: Auch der Junior lässt den Weinen Zeit, etwa indem er Lagenweine für zwei Winter im Keller belässt.
- Größe: 17 Hektar, direkt um Langenlois
- Wichtigste Sorten: Grüner Veltliner, Riesling, Chardonnay, Muskateller, Zweigelt
- Zertifizierungen: organisch-biologisch
- Wichtigste Lagen: Langenloiser Kittmannsberg, Langenloiser Spiegel, Langenloiser Steinberg, Langenloiser Hasel
- Neue übernommene Lagen: Langenloiser Schenkenbichl, Langenloiser Dechant
- Arbeiten im Weingarten: Nachhaltiger Rebschnitt, Bio-Pflanzenschutz mit Tees, keine Bewässerung (90 %)
- Fässer: Edelstahl für die Frische, sonst Holz aus Überzeugung: 600 Liter, 1200 Liter Eichenfässer und 30 bis 40 Jahre alte große Holzfässer mit 3000 Litern. Die Fässer und alle Tanks stehen im klassischen von Hand gegrabenen Gewölbekeller, natürlich kühl bei 10 bis 12 Grad. Ideal für das längere Reifen im Fass.
- Exportanteil: 40 %
- Händler: Franz Messeritsch, Brix Weinhandel, Weinstein Finewine