Die echten Innovationen kommen von Quereinsteigern, ist Herbert Triebaumer überzeugt. Auf Wunsch des Vaters lernte er, wie auch seine drei Geschwister, was „G’scheites“. Elektriker in seinem Fall. Wobei: Quereinsteiger ist relativ. Wein hat er mit der Muttermilch aufgesogen, von klein auf machte er die Weingärten unsicher. Unsicher waren auch die Zeiten Anfang der 80er Jahre, wo meist billigst Wein produziert wurde. Da konnten und wollten die Triebaumers nicht mit. Schon immer wurde per Hand gelesen und auf Herbizide, Pestizide & Co. verzichtet.
„Unser Betrieb ist echt Free Style“, sagen die Triebaumers. Herbert etwa kümmert sich um die Weingärten, sein Bruder Gerhard, gelernter Tischler, werkt mehr im Keller. Wobei die Grenzen fließend sind. „Wir machen die Dinge, weil sie sich so ergeben.“ Entwicklung ist der rote Faden im Weingut, Natural so etwas wie experimentelle Archäologie. „Wir richten unsere Reben nicht so her, dass sie abhängig werden, sondern dass sie autonom leben können.“