2019 hat Esterházy den Kurs radikal geschärft. Im Fokus stehen seither Weine mit klarer Signatur, die ihre Herkunft kompromisslos zeigen. Die neue Etikettenlinie macht diesen Schritt Richtung Herkunftsarbeit und Terroir-Bewusstsein auch optisch unübersehbar. Für Wolfgang Hewarth, seit September 2022 Verkaufsleiter und seit 2025 auch Prokurist und operativer Weingutsleiter, ist das nicht nur ein Job, sondern eine Herzensangelegenheit, den angestoßenen Wandel der letzten Jahre weiterzutreiben. In der Produktion unterstützen ihn Weingartenleiterin Ticiana Nagy und Kellermeister Jakob Holzmann.
Die Reben stehen auf Muschelkalk- und Schieferböden, gearbeitet wird seit 2019 nach biologischen Richtlinien. Auffällig ist der Einsatz von Fässern aus Leithaberg-Eiche sowie von Materialien wie Beton, Ton und Granit. Im Keller setzt man auf spontane Vergärung und probiert neue Wege, etwa unfiltrierte „Projektweine“. Der Stil sorgt bereits für Aufmerksamkeit und findet sich auf renommierten Weinkarten wieder. Esterházy bleibt dabei seiner Herkunft verpflichtet und verfolgt einen glaubwürdigen Ansatz, der Tradition achtet, aber Neues zulässt.
- Größe: Das Weingut bewirtschaftet insgesamt 65 Hektar Weingärten in 6 Weinbaugemeinden: Eisenstadt, Großhöflein, St. Georgen, Oslip, St. Margarethen und Rust, alle Rieden befinden sich im Umkreis von 10 km um das Weingut herum.
- Wichtigste Rebsorten: Pinot Blanc, Blaufränkisch, Chardonnay, Pinot Noir
- Zertifizierungen: Bio (seit 2023 – biologische Bewirtschaftung seit 2019)
- Wichtigste Lagen: St. Georgener Ried Schildten (Kalksandstein), St. Margarethener Ried Lamer (Glimmerschiefer), Ruster Ried Oberer Wald (Leithakalk)
- Arbeit im Weingarten: biologische Bewirtschaftung, keine Bewässerung, sanfter Rebschnitt, eigene Kompostproduktion
- Arbeit im Keller: schonende Traubenverarbeitung, Spontangärung, lange Hefelagerung, minimale Schwefelzugabe
- Fässer: Stockinger Fässer aus eigenen Leithaberg-Eichen von 225 Liter bis 2000 Liter, 3800 Liter Beton-Eier aus eigenem Pauliberg-Basalt, Granit- & Tontfässer, verschiedene Amphoren
- Exportanteil: 80 % (18 Länder)
- Händler in Österreich: Transgourmet, Wein Wagner, Del Fabro