Manuel Ploder

Weingut: Ploder-Rosenberg Ort: Steiermark

Bereits in den frühen 2000er Jahrern leiteten Fredi und Maria Ploder die Umstellung auf ihrem Weingut Ploder-Rosenberg ein. Reduktion in den Weinbergen war die Philosophie. „Wir entwöhnen unsere Böden – die Nadel mit der Droge muss raus! Deshalb zeigen wir den Dünger- und Spritzmittel-Lobbyisten die kalte Schulter. Kühl verhalten wir uns auch im Keller den Helferchen aus der industriellen Trickkiste gegenüber“, sagte Fredi Ploder bereits vor über zehn Jahren. Sein Sohn Manuel geht den Weg konsequent weiter. Im Weingarten wird biodynamisch gearbeitet, alle Möglichkeiten genützt, natürliche Pflanzenstärkungsmittel zu fördern.
Auch die Mechanisierung nahmen die Ploders zurück. Die Weingartenarbeit wird händisch gemacht, aus natürlichen Pflanzen stellen sie Tees her, die sie statt Pestiziden zur Pflanzenstärkung spritzen. Die Herausforderung ist, die Balance zu finden. Ohne Technik geht es aber nicht. Die Frage ist: Wie muss sie gebaut sein, welche Materialen werden verwendet, damit so viel Lebensenergie wie möglich während des Verarbeitungsprozesses erhalten bleibt? „Die Prämisse ist, möglichst wenig zu verwenden. Alternative zur Pumpe zum Beispiel ist der freie Fluss“, sagt Manuel Ploder.

Erfolgreiche PIWIs

Muskateller ist für Manuel Ploder wichtig, genauso wie der Sauvignon Gris. „Er ist deshalb so spannend, weil er die ganze Bandbreite bespielt – von einem leichten, säurebetonten Wein hin zu einem Wein, der gut auf der Maische liegt.“ Als seine Eltern mit PIWI-Sorten begonnen haben, war es schwer, sie reinsortig dem Kunden zu vermitteln, daher lag der Schwerpunkt eher auf Cuvées. Ploder: „Heute ist auch das Verständnis für reinsortige PIWI-Weine vorhanden.“

 

  • Größe: 10 Hektar
  • Wichtigste Rebsorten: Souvigner Gris, Muskateller
  • Zertifizierung: Demeter (seit 2015), Bio (seit 2006)
  • Wichtigste Lagen: Alte Riede (gemischt, u.a. Pinot Blanc, Chardonnay, Muscaris, Steinriede (Sauvignon Gris), Kapellen (Gelber Muskateller)
  • Wichtigste Böden: Gemischte Böden, aber hauptsächlich Ton
  • Arbeit im Weingarten: Biodiversität!
  • Arbeit im Keller: Minimalistisch, Low-Tech. Sein lassen, was ist. Zeit geben, keine Manipulationen.  
  • Fässer: Überwiegend Eiche von Pauscha, Schneckenleitner, Neuhold und diverse französische Tonnellerien.
  • Exportanteil: 10 Prozent
  • Händler: Pieksman, Tesch
Weinbesprechung  Manuel Ploder
  • In der Nase Blumenwiese und genauso aromatisch geht es weiter. Schöner frischer Gerbstoff, der sich toll in Weinbegleitungen einbauen lässt.

    Cara
    2018

  • Vivas bedeutet Lebensfreude und genau das kann dieser Wein: Wie ein reifer Obstkorb in der Toskana. Lavendel und Thymian strömt durchs Fenster.

    Vivas
    2019

  • Ein Speisen-Allrounder! Hocharomatisch und würzig. Die Orangenschale spielt den Grundton. Richtiger Biss und Gerbstoff am Gaumen.

    Blanca
    2017

  • Unklassische Klassik! Unverkennbar Sauvignon in der Nase und dann eine aromatische Achterbahnfahrt: Brennnessel, Stachelbeere, Salz – wow!

    Linea Sauvignon Blanc
    2016

  • In Begleitung zum Essen blüht dieser Wein voll auf. Wie eine wilde Rose im Glas. Gibt spannend das Terroir wider. Großes Lagerpotential.

    Linea Souvignier Gris
    2017

  • Frisch und süßlich in der Nase gefolgt von der Aromatik der Amphore – Pfirsichfrucht und Lilie. Ein Wein, der lang am Gaumen bleibt. Und in Erinnerung.

    Tero
    2015

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