Stefan Robitza

Weingut: Robitza Wein Ort: Burgenland

Stefan Robitzas Reise als Winzer begann 2005, als er seine erste Cuvée aus Cabernet und Merlot vom

Adlersberg kelterte. Der Wein, bekannt als Adlersberg rot, wird bis heute produziert – mittlerweile jedoch ergänzt durch Blaufränkisch. „Der Wein war pure Johannisbeere, das hat mich damals total geflasht. Die Weine wurden der Zeit entsprechend etwas molliger ausgebaut, davon bin ich abgekommen. Man verändert sich, ebenso der Geschmack.“

 

Veränderung ist eine konstante Begleiterin in Stefans Leben, und sie erfolgt bei ihm sanft und nachhaltig. Bereits sein Vater vinifizierte einst Schankweine für die Gastronomie. Stefans Adlersberg 2005 performte ab dem ersten Tag. Daraufhin schenkte ihm sein Vater das nötige Vertrauen und freie Hand im Betrieb. Den Weinbau betreibt er im Nebenerwerb, jedoch mit einer enormen Leidenschaft und einem Gespür für zeitgemäße Themen.

Ein maßgeblicher Wendepunkt war die Teilnahme an einem önologischen Seminar von Frank John, das Stefan half, das Potential seiner Weingärten zu erkennen. Er begann die Weinbereitung auf das Wesentliche zu reduzieren, führte Begrünung ein und stellte auf biologischen Anbau um. Im Jahr 2021 veredelte er einen Teil seiner Weingärten zu Furmint und erntete 2022 bereits die ersten Trauben. „Furmint ist einfach die richtige Sorte für uns. In der Chronik von Oslip wird sie neben Grüner Veltliner als Hauptsorte geführt. Welschriesling und Blaufränkisch sind erst später dazugekommen.“ Eine Begegnung mit Winzerkollege Michael Wenzel stärkte Stefans Vertrauen in den neu eingeschlagenen Weg. „Wir haben viele Stunden und Verkostungen miteinander verbracht. Michaels konstruktive Kritik, aber auch die Anerkennung meiner Arbeit, war immens wichtig für die neue Ausrichtung meiner Weine. Michael ist für mich der Godfather des Furmints. Und ein sehr bescheidener und sympathischer Typ!“

 

Stefan forciert in seinen Weinen Zug, Mineralität und eine straffe Struktur. „Letztere schafft man aber nur durch Spontangärung und eine natürliche Sedimentation.“ Seit einiger Zeit setzt er sich mit der historisch relevanten Sorte Ezerjó auseinander, auch bekannt als Tausendgut. Diese soll in Zukunft mit Eleganz, ungeschönt und ehrlich in die Flasche kommen. „Ich habe meinen Stil und meine Methoden gefunden. Die behutsame Bewirtschaftung und das sanfte Eingreifen bringen die mir so wichtige Strahlkraft in die Weine.“ Dabei ist Stefans Schaffen nicht nur Ausdruck seiner Leidenschaft und seines Wissens – sondern auch eine Hommage an das Erbe von Pannonien und die reiche Weinkultur des Burgenlandes.

  • Größe: 4 Hektar im Eigenertrag
  • Wichtigste Rebsorten: Furmint, Welschriesling, Blaufränkisch
  • Zertifizierungen: in Umstellung auf biologischen Weinbau
  • Wichtigste Lagen: Hotterkritschen (Steinnelke), Adlersberg, Silberberg
  • Arbeit im Weingarten: Düngung und Humusaufbau mit Pferdemist aus eigenem Stall, saisonale Begrünung mit Kreuzblütlern und Leguminosen.
  • Arbeit im Keller: Weißwein: Ganztraubenpressung, natürliche Sedimentation, Spontangärung mit natürlichen Hefen, langer Hefekontakt, Ausbau im Stahl oder Holz, keine Schönungen, keine Filtration. Rotwein: offene und spontane Gärung mit natürlichen Hefen, Ausbau und Lagerung in 500 Liter Eichenfässern für maximal 2 Jahre, keine Filtration.
  • Fässer: Edelstahl, Holz
  • Exportanteil: Kein Export
  • Händler: Keine
  • Bundesland: Burgenland

Weinbesprechung  Stefan Robitza
Dem Winzer sind keine Weine zugeordnet
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