Philipp Bründlmayer

Weingut: Weingut Philipp Bründlmayer Ort: Niederösterreich

„Zur richtigen Zeit am richtigen Ort.“ So liest sich die Geschichte des Weinguts Josef und Philipp Bründlmayer. Während der Großvater noch im Stile der gemischten Landwirtschaft auf 15 Hektar Äcker, einen halben Hektar Weingarten und ein paar „Viecher“ versorgte, interpretiert Philipps Vater Josef in den 1990er Jahren die Zeichen der Zeit auf seine Art. Während das Umfeld auf Wachstum im Ackerbau setzt, tauscht er kurzerhand 15 Hektar Äcker gegen drei Hektar Weingärten. Er nimmt, was er bekommen kann. Zu dieser Zeit, ist die Maschinisierung am Vormarsch und die unwegsamen, in der Bearbeitung zeitintensiven Terrassenlagen „billig“ zu haben. Der Zufall führt Regie und die Bründlmayers erhalten das, was wir heute als große Lagen bezeichnen.

 

„Wir lieben diese unwegsamen Terrassen und das Produkt, das wir aus ihnen hervorbringen.“ Philipp Bründlmayer, der 2015 von seinem Vater übernimmt, baut den Betrieb auf 25 Hektar aus. Die Weingärten befinden in den besten Lagen der Weinbaugebiete Kremstal und Kamptal. Moosburgerin, Steingraben, Wieland und Spiegel – allesamt 1. Lagen. Des Winzers Vision ist es, in spannenden Lagen noch auf rund 30 Hektar zu wachsen. „Das ist eine Größe, die es mir erlaubt, bei jedem Schritt selbst aktiv mitzuwirken und mitzuarbeiten und nicht nur der Regisseur zu sein.“

Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht Grüner Veltliner. 90 Prozent der Weingärten sind mit dem Aushängeschild der Donauregion bepflanzt. Auf dem 2. Platz rangiert der Riesling. Der übrige Sortenspiegel umfasst auch Burgunder und das Liebkind Neuburger. Die Stilistik des Hauses ist „knochentrocken“ und der Herkunft verpflichtet. „Die Weine sollen sorten- und gebietstypisch sein. Klingt langweilig, aber das ist in sich verändernden Zeiten das eigentliche Ziel.“

 

Apropos Zeit: Mit ihr geht das Weingut Bründlmayer ebenso. „Wir haben eine große Photovoltaikanlage und wollen so wenig Pflanzenschutz wie möglich zu betreiben. „Es versteht sich von selbst, dass wir keine Herbizide und keine Insektizide verwenden.“ Die Lese erfolgt zu 100% per Hand, der Kompost wird selbst gemacht und zwischen den Zeilen mit vielfältiger Begrünung gearbeitet. „Natürlich ist der nächste Schritt der Bio-Organische Weinbau.“

 

Zur richtigen Zeit will Philipp Bründlmayer die richtigen Entscheidungen treffen. Ganz im Stile seines Vaters. „Das Betriebswachstum der vergangenen Jahre sowie die großen Investitionen in Weingarten, Keller und Maschinen verlangen vorerst allerdings nach Sicherheit. Daher gehen wir Schritt für Schritt vor. Nach der Bio-Umstellung sollten die Dinge immerhin noch besser laufen als davor.“

  • Größe: 25 Hektar
  • Wichtigste Rebsorten: Grüner Veltliner, Riesling
  • Zertifizierung: Nachhaltig Austria, Vegan, Bio folgt
  • Wichtigste Lagen: Ried Moosburgerin, Ried Vordernberg, Ried Steingraben
  • Arbeit im Weingarten: 100 % Handlese, Ausbringen eigener Begrünungsmischungen jedes Jahr, Ausbringen von selbst hergestelltem Kompost, Entblätterung per Hand angepasst an das jeweilige Mikroklima im Weingarten
  • Arbeit im Keller: Handlese, kein Entrappen, nur angequetschte ganze Trauben, um Frische und Säure zu erhalten. Maischestandzeit auch mit Stielgerüst. Vergärung zwischen 20-25 Grad im Holz oder Stahltank. Basisweine bleiben für 4 Monate auf der Vollhefe, die Lagen für 10 Monate. Ziel aller Weine: knochentrocken, um so die pure Herkunft zu zeigen
  • Fässer: Stockinger und diverse französische Tonnellerien
  • Exportanteil: 50 Prozent
  • Händler in Österreich: Morandell, Wein & Co

Weinbesprechung  Philipp Bründlmayer
Dem Winzer sind keine Weine zugeordnet
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