Alex Zahel

Weingut: Zahel Ort: Wien

Er ist die 4. Generation am Weingut, macht vieles radikal anders und doch einiges gleich: Alex Zahel ist sicher einer der kompromisslosesten Weinbauern Österreichs. Das hat gute Tradition am Wiener Weingut seiner Familie, wo man seit jeher auf den Einsatz von Insektiziden und Herbiziden verzichtete. „Wo Gift gespritzt wird, da stirbt auch die Natur“, sagte schon sein Urgroßvater. Der Schmetterling am Etikett steht somit bereits seit Jahrzehnten für genau diese Lebendigkeit.

Alex Zahel hat dem Schmetterling als Symbol auf der Flasche sogar noch mehr Platz gegeben. Aus gutem Grund: Mit der Übernahme des Weinguts hat er die Philosophie seiner Familie auf die nächste Stufe gehoben und die biologische Bewirtschaftung eingeleitet. Die Zertifizierung und das Siegel waren ihm lange nicht wichtig. Heute sagt er: Ich bin stolz darauf, biodynamisch zu arbeiten und es ist wertvoll, dass dies auch offiziell drauf steht.

Gemischter Satz

Bekannt ist Zahel vor allem für seinen Gemischten Satz, den er stets aus mindestens drei und bis zu 20 Rebsorten-Gruppen unterschiedlichster Zusammenstellung keltert. Und zwar aus Burgunder-Rebsorten, Aroma-Rebsorten sowie lokalen Rebsorten. Immer wichtiger dabei werden zum Beispiel Furmint oder auch Zierfandler. Eine Antwort auf den Klimawandel. Alex Zahel: „Die spätreifen Sorten helfen uns in heißen Jahren. Im Bezug auf die Klimaerwärmung ist der Gemischte Satz sicher der spannendste Stil und ein perfekter Speisenbegleiter.“

 

  • Größe: 33 Hektar
  • Wichtigste Rebsorten: Gemischter Satz
  • Zertifizierung: Demeter (seit 2018). Bio (seit 2017)
  • Wichtigste Lagen: Wiener Nussberg mit den Einzellagen Preussen und Kaasgraben, in Oberlaa die Einzellage Goldberg sowie in Mauer die Einzellagen Kroissberg, Sätzen und Reisberg
  • Wichtigste Böden: Im Norden Muschelkalk-Verwitterungsböden, im Süden Dolomitenkalkgestein und aufgelagert Flyschsandstein
  • Arbeit im Weingarten: 100 Prozent bewässerungsfrei, 100 Prozent Handlese, biodynamische Bewirtschaftung nach Demeter
  • Arbeit im Keller:  Alles auf der Maische zwischen 6 Stunden und 3 Wochen je nach Rebsorte und Jahrgang, Spontangärung im Stockinger Eichenfass (600 & 1200l), Alle Weine unter 100 mg/l Schwefel, vieles auch nahezu schwefelfrei, ohne Filtration und Schönungen abgefüllt.
  • Fässer: Edelstahl sowie österreichische Eichenfässer (Stockinger) für Weißweine, für Rotweine französische und österreichische Eiche von unterschiedlichen, kleinen Produzenten
  • Exportanteil: ca. 60 Prozent
  • Händler: auf Anfrage

Weinbesprechung  Alex Zahel
  • So schmeckt Wien und so schmeckt der Nussberg. Ordentlich Gerbstoff, sehr harmonisch mit viel Würze und toller Länge.

    Wiener Gemischter Satz Großlage Nussberg
    2020

  • Ein Wein mit großer Zukunft! Mit dem Restzucker perfekt zu scharfen oder gewürzten Speisen. Die elegante Säure ist ein willkommener Gegenpart.

    Riesling Ried Reisberg Maurerberg
    2019

  • Oh ja! Saftige Säure, sehr trinkanimierend, straff am Gaumen. Ideal zu Vorspeisen oder ganz einfach als leichter Wein an warmen Tagen.

    Orange T

  • Wie gemacht als Speisenbegleiter. Unglaublich stoffiger und dichter Wein. Vorher dekantieren. Der verträgt Zeit.

    Sauvignon Gries – Ein kleines Fass
    2017

  • Auch diesem Rosé darf man viel Luft geben. Dann hebt er sich von seinen Mitstreitern förmlich ab. Fast schon ein leichter Roter. Perfekt zu Speisen.

    Rosé – Ein Wildes Gläschen
    2019

  • In der Nase zuerst verhalten, aber mit Luft: wow! Rote Beeren, schön eingebundener Gerbstoff, elegante Holz, straffe Säure. Super Lagerpotential!

    Blaufränkisch Ried Goldberg Laaerberg
    2017

Beiträge  Alex Zahel